Den Arbeitsmarktzugang für geflüchtete Frauen ermöglichen!

Herausforderungen beim Arbeitsmarktzugang von geflüchteten Frauen

„Wir schaffen das“ ist die Positionierung von Deutschland angesichts des größten Flüchtlingsstroms seit dem Ende des zweiten Weltkrieges aufgrund der Massenunruhen und Instabilität im Nahen Osten und Afrika (Zeit Online 2015).  Die Hilfsbereitschaft der Bürger hat der Bundeskanzlerin, Angela Merkel, den Mut und die Hoffnung gegeben, ihre Position angesichts des Flüchtlingsstroms beizubehalten. Die Flüchtlingszuwanderung nach Deutschland wird kaum in Bezug auf Frauen thematisiert, obwohl im Jahr 2014 und 2015 rund ein Drittel der Asylantragstellenden Frauen waren (Flüchtlingsforschung 2016).  Besonders im Bereich der Arbeitsmarktintegration werden die Frauen vernachlässigt, obwohl eine Beschäftigung eine wichtige Grundvoraussetzung für eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und für soziale Anerkennung darstellt (Eußner et al. 2016: 2). Außerdem bringt eine Beschäftigung bessere Zukunftsperspektiven mit sich und kann auch bei der Bewältigung der möglicherweise existierenden Belastungen der Flucht helfen (Eußner et al. 2016: 2). Der Leitsatz von Angela Merkel „Wir schaffen das“ bzw. Integration bleibt ohne die Inklusion der geflüchteten Frauen unrealistisch, weil die Frauen in der Familie eine wichtige Rolle spielen und oft die Erzieherinnen der Kinder, der „Erwachsenen unserer Zukunft“ sind. Darüber hinaus dürfen von Politikern und Politikerinnen die in der Vergangenheit gemachten Fehler, sich nur auf die Arbeitsmarktintegration von männlichen Zuwanderern (zu den Herausforderungen der Arbeitsmarktintegration im Allgemeinen vgl. Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten) zu konzentrieren, sodass die gesamtgesellschaftliche Integration der Frauen nicht ermöglicht wurde, nicht wiederholt werden (Meissner 2015: 21).

In einer Befragung des BAMF geben 85% der geflüchteten Frauen an, „sicher“ oder „wahrscheinlich“ erwerbstätig sein zu wollen (BAMF Kurzanalyse 2016: 10). Daher geht man davon aus, dass geflüchtete Frauen eine ähnlich hohe Teilhabemotivation wie Männer haben. Auch in einem Interview mit einer geflüchteten Frau zeigt sich, dass die befragte Frau erwerbstätig sein möchte, um aus einem Gefühl der Dankbarkeit heraus der Gesellschaft in Form einer Erwerbstätigkeit etwas zurückzugeben (Interview Bochum 16.10.2016: mit einer geflüchteten Frau). Vor diesem Hintergrund werden in diesem Beitrag die Herausforderungen der geflüchteten Frauen bei der Arbeitsmarktintegration und die Wahrnehmung der Engagierten zur Ermöglichung der Arbeitsmarktintegration für geflüchtete Frauen thematisiert. Dabei wird der Fokus auf die Betreuung der Frauen gelegt, welche eine wichtige Rolle beim Arbeitsmarktzugang der Frauen spielt, weil vor allem die Frauen oft zu wenig über ihre Zugangsmöglichkeiten zum Arbeitsmarkt wissen. Im Licht der Erkenntnisse der Interviews mit Engagierten und Geflüchteten in NRW wird im ersten Abschnitt das Thema aus der Sicht der geflüchteten Frauen beleuchtet, zum Beispiel aus welchem Grund sie arbeiten möchten, und was sie daran hindert bzw. welche Probleme sie sehen. Darauf aufbauend werden im zweiten und dritten Abschnitt zwei Herausforderungen beim Arbeitsmarktzugang der geflüchteten Frauen nämlich Betreuung und geringere Qualifikationen derselben erläutert. Dann wird im letzten Abschnitt aus der Sicht der Engagierten auf die Herausforderungen beim Arbeitsmarktzugang der geflüchteten Frauen eingegangen. Im Anschluss an den jeweiligen Abschnitt werden relevante Handlungsempfehlungen zur Ermöglichung oder Erleichterung der Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Frauen zur Sprache gebracht. Ein Fazit und ein kurzer Ausblick auf das Thema runden den Beitrag ab.

Wie sieht der Arbeitsmarktzugang aus Sicht der geflüchteten Frauen aus?

Wie bereits in der Einleitung erläutert, ist der Arbeitsmarktzugang für Frauen sehr wichtig, steht jedoch vor besonderen Herausforderungen. Die geflüchteten Frauen werden nicht die gleichen Chancen wie den Männern beim Arbeitsmarktzugang ermöglicht. Um das zu schaffen, müssen erst bestimmte Bedingungen für geflüchtete Frauen unter Berücksichtigung geschlechterspezifischer Besonderheiten ermöglicht werden.

In einem Interview berichtet eine geflüchtete Frau über ihre Hindernisse zum Arbeitsmarkt.

„Ich möchte hier arbeiten oder eine Ausbildung machen aber es ist wegen meiner Kinder nicht möglich. Mein Mann arbeitet schon aber ich möchte auch arbeiten. Ich kann meine Kinder nicht alleine zu Hause lassen und meine Mutter ist nicht in Deutschland, sodass ich die Kinder bei ihr unterbringen kann. Ich kenne viele Flüchtlingsfrauen in Deutschland, die gerne arbeiten möchten, wenn es für sie möglich wäre. Aber leider wissen wir nicht, wie wir zum Arbeitsmarkt kommen können, weil wir die Sprache nicht beherrschen und uns die Informationen fehlen.“ (Interview Bochum 16.10.2016: eine geflüchtete Frau).

Von der Befragten werden zwei auffällige Herausforderungen betont nämlich Kinderbetreuung und Beratung über die Möglichkeiten zum Arbeitsmarktzugang für geflüchtete Frauen. Sie beinhalten für sie Möglichkeiten zur Integration in den Arbeitsmarkt. Aufgrund der mangelnden Kinderbetreuung wird den Frauen oft der Arbeitsmarktzugang erschwert oder sogar verschlossen.  Nach Angaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge sind Frauen oft durch die Kinderbetreuung gebunden und ihre Situation wird durch die kulturspezifische Arbeitsteilung zwischen Männer und Frauen verschlechtert (BAMF Kurzanalyse 2016: 6). Die geflüchteten Männer tragen kaum zur Kinderbetreuung bei, deswegen steigen diese, im Vergleich zu den Frauen, relativ schnell in das Arbeitsleben ein. Für verheiratete Frauen mit Kindern ist es hingegen fast ausgeschlossen, sich auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren (Aumüller 2015: 45). Deshalb sollen die geflüchteten Frauen entsprechende Unterstützung bei der Kinderbetreuung zur Verfügung gestellt werden, damit überhaupt ein Arbeitsmarktzugang für die geflüchteten Frauen vorstellbar ist. Im Anschluss daran sollte sich um eine räumliche Nähe von Kinderbetreuungsangeboten bemüht werden, insbesondere, wenn es sich um Mütter minderjähriger Kinder handelt (Landesfrauenrat Baden-Württemberg 2015: 4).

Geflüchtete Frauen haben geringere Bildungsqualifikationen als Männer

Noch eine andere Herausforderung, mit denen die geflüchteten Frauen zu kämpfen haben ist, dass sie geringere Bildungsqualifikationen als geflüchtete Männer haben (BAMF Kurzanalyse 2016: 6). Gesamtgesellschaftlicher Wohlstand wird von der Beschäftigung der Geflüchteten stark beeinflusst. Durch eine gelungene Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen könnte mittel- und langfristig die Arbeitslosigkeit aller Geflüchteten zurückgehen. Nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) werden die positiven gesamtökonomischen Effekte der Flüchtlingszuwanderung nach drei Jahren spürbar. Der Arbeitsmarktzugang der geflüchteten Frauen ermöglicht nicht nur den Frauen eine gesellschaftliche Teilhabe, sondern ist auch von wirtschaftlicher Bedeutung (Aumüller 2015: 2). Geringerer Bildungsqualifikationen der geflüchteten Frauen können nach der Kompetenzfeststellung durch Teilqualifizierungen und praktische Qualifikationen kompensiert werden. Bei der Kompetenzfeststellung ist es wichtig zu betonen, dass auch informell erworbene Qualifizierungen der geflüchteten Frauen erfasst werden sollen, weil in vielen Herkunftsländern fachliche Kompetenzen informell erlernt werden (Bundesagentur für Arbeit et al. 2016: 36). Zum Beispiel werden Qualifikationen in den Herkunftsländern durch die Mitarbeit im Betrieb erworben, ohne dass diese Tätigkeit mit einem Zertifikat bestätigt wird. Daher besteht die Schwierigkeit bei der Kompetenzfeststellung informell erworbener Kompetenzen darin, dass die Entwicklung eines geeigneten Testverfahrens und einer geeigneten Zertifizierung der vorhandenen Kompetenzen gewährleistet werden muss. Um für die Geflüchteten aus verschiedenen Herkunftsländern allgemein anerkannte Ergebnisse zu liefern, sollten die Testverfahren möglichst vergleichbar sein. Zugleich muss die Profilierung der geflüchteten Frauen sprachunabhängig sein, um bereits in Unterkünften diese Testverfahren einsetzen zu können. Dadurch wird ein schnelles Verfahren ermöglicht, welches für die Arbeitsmotivation geflüchteter Frauen von ausschlaggebender Bedeutung ist (Aumüller, 2015: 38).

Beratung über die Möglichkeiten des Arbeitsmarktzugangs

Die dritte Herausforderung ist, dass die geflüchteten Frauen nicht effektiv betreut bzw. beraten werden oder den Weg in die Betreuung alleine nicht finden. Darüber hinaus sind viele geflüchtete Frauen familiär eingebunden und können den Weg zum Arbeitsmarkt nicht so schnell wie die Männer finden (Pothmer 2016). Die Beratung für den Arbeitsmarkt spielt eine wichtige Rolle, da von den meisten geflüchteten Frauen die Informationen über die zur Verfügung gestellten Angebote fehlen (Interview Bochum 16.10.2016: eine geflüchtete Frau). Frauen, die gerne arbeiten möchten, sollten gefördert werden, aber man soll die frauenspezifischen Schwierigkeiten nicht aus den Augen verlieren, sondern bei der Gestaltung von Arbeitsmarktangeboten frauenspezifische Lücken identifizieren und ergänzende Maßnahmen (Kinderbetreuung etc.) auf die Beine stellen (Eußner et al. 2016: 4). In erster Linie sollte eine professionelle berufliche Beratung für geflüchtete Frauen angeboten werden, weil sie in einem fremden Land erst Informationen über ihre Möglichkeiten bekommen sollten. Bereits in den Unterkünften mit mobiler Beratung sollte direkt mit Frauen gesprochen werden, damit man die Kompetenzen der Frauen feststellen kann und frühzeitig eine mögliche Perspektive für die Frauen schafft (Grüne Bundestag 2016). Dadurch wird eine schnelle Orientierung im gesellschaftlichen Leben ermöglicht und den geflüchteten Frauen einen erfolgreichen Einstieg zum Arbeitsmarkt ermöglicht. An dieser Stelle ist besonders zu betonen, dass die Angebote mehrsprachig aufklären sollten. Dabei darf nicht vergessen werden, dass Sprachkenntnisse eines der wesentlichen Elemente für den Arbeitsmarktzugang darstellen. Mit der Sprachförderung der geflüchteten Frauen sollte möglichst bereits in den Unterkünften begonnen werden, damit die Lernmotivation hoch bleibt. Women in Exil betont, dass die verlorene Zeit in Unterkünften eine Demotivierung der Frauen verursache. Mit einer frühen Sprachförderung könnten sich Frauen eine Perspektive schaffen, um in Deutschland eine Existenz aufbauen zu können. (Feminismus im Pott 2014). Deshalb spielt eine frühzeitig geplante Sprachförderung eine wichtige Rolle. Zudem können Beruf- und Sprachförderung durch berufsbezogene Sprachkurse verknüpft werden. Das wird für Personen, die möglichst schnell ins Berufsleben einsteigen wollen, als eine zeitsparende Option angeführt (Aumüller, 2015: 18). Auch hierfür brauchen die Frauen oft eine Kinderbetreuung, um diverse Kurse besuchen zu können (Eußner et al. 2016: 5).

Die Herausforderungen beim Arbeitsmarktzugang der geflüchteten Frauen aus der Sicht der Engagierten

Betreuung ist ein Baustein der Arbeitsmarktintegration und die damit verbundene Inklusion der Geflüchteten wird oft durch Engagierte im geflüchteten Bereich betreut. Nach Angaben der interviewten Engagierten gibt es angesichts der Frage „Welche Herausforderungen gibt es im Bereich der Betreuung?“ Schwierigkeiten mit denen die Ehrenamtlichen selbst zu kämpfen haben:

„Die nicht vergütete Zeit (im Ehrenamt) ist die Herausforderung. Wenn die Zeit vergütet werden würde, könnte ich andere Dinge weniger machen. Mein Problem ist, dass ich immer wieder zurück muss. Jetzt muss ich für mich mal Geld verdienen“ (Interview Bochum 05.10.2016: Engagierte im geflüchteten Bereich).

„Als Herausforderung gibt es Sprachhindernisse. Die Familien erzählen all ihre Probleme. Aber haben wegen der Sprachhindernisse Probleme, ihre Gedanken zu erzählen. Die Frauen und die Kinder haben mehr Probleme in der Familie. Es fehlt eine Organisation, die sich speziell mit den Problemen der geflüchteten Frauen auseinandersetzt. Als Ehrenamtlicher kann ich diese Probleme nicht lösen. Die Frauen brauchen professionelle Betreuung.“ (Interview Bochum 19.10.2016: Engagierte im geflüchteten Bereich).

Ausgehend von den Zitaten lässt sich auf drei Herausforderungen bei der Betreuung schließen: Zeit, Sprachbarriere und fehlende Kenntnisse im Bereich der Arbeitsmarktintegration. Aus diesen Gründen können die Engagierten die Probleme der Frauen z. B bei dem Arbeitsmarktzugang nicht alleine lösen, weil ihre Handlungsräume begrenzt sind. Daher sollten hauptamtliche Kräfte bzw. Arbeitsagentur, Jobcenter und andere relevante Träger geflüchtete Frauen durch eine professionelle Betreuung an den Arbeitsmarkt heranführen.

Wie Ulrike Krause in ihrem Beitrag bemerkt, sind Geflüchtete keine Gegenstände, sondern Subjekte, die Wissen, Ideen und Fähigkeiten haben, um sich engagieren zu können (Krause 2015). Geflüchtete Frauen können selbst einen wertvollen Beitrag leisten, wenn man die geflüchteten Frauen und generell Geflüchtete als ein Bestandteil der Projekte einbezieht. Ein Engagierter hat dazu berichtet:

„Ganz klar, die Geflüchteten deutlich mehr einzubeziehen. Immer wieder stelle ich das fest, dass es ein Gremium in Bochum gibt, die irgendwelche Planung über Flüchtlinge machen, ohne dabei wirklich die Geflüchteten zu fragen, ob sie Interesse daran haben. Es ist nicht über Höflichkeit, es zu fragen, sondern meines Erachtens auch für den Erfolg der Projekte. Die Projekte sind erfolgreicher, wenn die Geflüchteten selbst eben Bestandteil der Projekte sind. Wir informieren sie, damit sie selber auch wieder bisschen Verantwortung für ihre Landsleute entwickeln können, um diese Informationen auch weiterzutragen und um selbst eine Hilfestelle sein zu können. Unsere Geflüchteten stimmen das zu.“ (Interview Bochum 05.10.2016: Engagierte im geflüchteten Bereich).

Durch die Förderung des Selbstengagements der geflüchteten Frauen können diese anderen Frauen mit ihrem Wissen und Kompetenzen Hilfestellungen geben und sich zu einem Vorbild entwickeln (vgl. zur Bedeutung des Engagegements von Personen mit Migrations- bzw. Fluchthintergrund). Einerseits können geflüchtete Frauen so statt einer passiven nehmenden Rolle eine aktive gebende Rolle einnehmen und durch das Engagement ihr Netzwerk erweitern, welche bei der Arbeitssuche einen wertvollen Beitrag leisten kann (Frauen kämpfen für Frauen 2016). Andererseits ermöglicht ein Engagement der Geflüchteten selbst, das eventuell vorhandene Bedürfnis zu erfüllen „aus Dankbarkeit etwas zurückgeben zu wollen, was sie an Unterstützung bekommen haben“ (Interview Bochum 16.10.2016: eine geflüchtete Frau). Frauen, die sich engagieren oder arbeiten möchten, das zu ermöglichen, fördert zudem die Verankerung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Deutschland sowohl für die Gegenwart als auch für die Zukunft (Meissner 2015: 21).

Fazit

Die frauenspezifischen Benachteiligungen auszugleichen und eine gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsmarkt zu gestatten, ist zwar keine leichte Aufgabe, aber durch einen koordinierten und zusammenhängenden Prozess ist es zu erreichen. Beratung, Kompetenzfeststellung, Kinderbetreuung und schließlich Spracherwerb sollten miteinander sinnvoll verknüpft werden, damit Zeitverluste vermieden werden und Frauen, die arbeiten wollen, möglichst schnell arbeiten können. Für die Verwirklichung dieses Prozesses sollten verschiedene Träger in der Flüchtlingsarbeit auf kommunaler Ebene, nämlich Arbeitsagentur, Jobcenter, Flüchtlingsorganisationen und andere relevante Akteure vor Ort, zusammenarbeiten. Nur die Bemühungen der ehrenamtlichen Flüchtlingsorganisationen werden für die Arbeitsmarktintegration bzw. gesellschaftliche Integration der geflüchteten Frauen nicht reichen, weil den Engagierten die finanziellen Mittel, die Zeit und die entsprechenden Kenntnisse fehlen. Außerdem soll mit geflüchteten Frauen, wie in dem Interview von einem Engagierten betont wurde, professionell umgegangen werden. Das heißt, die geflüchteten Frauen sollen von professionellen Arbeitskräften betreut werden. Das scheint vor allem deswegen nötig, da einem Interviewpartner zufolge die geflüchteten Frauen in der Familie mehr Probleme haben und durch die Flucht entstehende Belastungen tragen (Interview Bochum 19.10.2016: Engagierte im geflüchteten Bereich). Man darf in diesem Text nicht unerwähnt lassen, dass die Geflüchteten die zukünftigen Bürgerinnen Deutschlands sein könnten. Darüber hinaus soll Deutschland als Aufnahmeland den Erzieherinnen der Kinder, den „Erwachsenen unserer Zukunft“ besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen, damit die gesamtgesellschaftliche Integration gelingt. Zum Schluss lässt sich feststellen, dass sich die Bemühungen mittel und langfristig lohnen werden.

Ein Beitrag von Berivan Songur

Quellenangaben

Altmann, Gerd: Frauenpower (Das Bild in diesem Text), 2014, unter: https://pixabay.com/de/f%C3%BChrungskraft-gesch%C3%A4ftsfrau-461653/, [zuletzt abgerufen am 27.01.2017].

Aumüller, Dr. Jutta: Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen: Bestehende Praxisansätze und weiterführende Empfehlungen, 2015, S.2, unter: http://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/Projekte/28_Einwanderung_und_Vielfalt/Studie_IB_Arbeitsmarktintegration_Fluechtlinge_2016.pdf, [zuletzt abgerufen am 08.01.2017].

BAMF Kurzanalyse: Flucht, Ankunft in Deutschland und erste Schritte der Integration, 2016, Seite 10, 6, unter: https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Kurzanalysen/kurzanalyse5_iab-bamf-soep-befragung-gefluechtete.pdf?__blob=publicationFile, [zuletzt abgerufen am 08.01.2017].

Bundesagentur für Arbeit; Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände; Bundesverband der Deutschen Industrie: Herausforderungen gemeinsam schultern, 2016, S. 36, unter: http://www.arbeitgeber.de/www/arbeitgeber.nsf/res/B5F30E8D5DD70E14C1257FC400377DE1/$file/Multiplikatorenbroschuere.pdf, [zuletzt abgerufen am 12.01.2017].

Eußner, Annika; Mayer, Matthias; Walther, Claudia und Bertelsmann Stiftung: Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen: Wieso sie wichtig ist und wie sie gelingen kann, 2016, S.2, 4, 5, unter: https://www.wegweiserkommune.de/documents/10184/28794/Arbeitsmarktintegration+von+Fl%C3%BCchtlingen/0cb7e541-540c-489e-8c99-3b5ac2eb815d, [zuletzt abgerufen am 12.01.2017].

Feminismus im Pott: Frau und Flüchtling, 2014, unter: http://feminismus-im-pott.de/2014/09/frau-und-fluchtling/, [zuletzt abgerufen am 12.01.2017].

Flüchtlingsforschung: Geflüchtete Frauen in Deutschland – Integrationsorientierungen und Teilhabechancen des „unsichtbaren“ Geschlechts, 2016, unter: http://fluechtlingsforschung.net/wp-content/uploads/2016/02/4-Panel_Geflu%CC%88chtete_Frauen_BAMF_Forschungszentrum_FII.pdf, [zuletzt abgerufen am 08.01.2017].

Grüne Bundestag: Integration geflüchteter Frauen in den Arbeitsmarkt, 2016, unter: https://www.gruene-bundestag.de/themen/frauen/integration-gefluechteter-frauen-in-den-arbeitsmarkt-11-07-2016.html, [zuletzt abgerufen am 08.01.2017].

Krause, Ulrike: Flüchtlinge als “Gegenstand“ in der Feldforschung? 2015, unter: http://fluechtlingsforschung.net/fluchtlinge-als-gegenstand-in-der-feldforschung/, [zuletzt abgerufen am 08.01.2017].

Landesfrauenrat Baden-Württemberg: Beschlüsse zu Weibliche Flüchtlinge in Baden-Württemberg, 2015, S.4, unter: http://www.lfrbw.de/wp-content/uploads/2015/12/2015-dez15-web.pdf, [zuletzt abgerufen am 08.01.2017].

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Pothmer: Fachgespräch: Arbeitsmarktpolitik für geflüchtete Frauen, 2016, unter: http://www.pothmer.de/arbeitsmarktpolitik/2016/072016/fachgespraech-arbeitsmarktpolitik-fuer-gefluechtete-frauen.html, [zuletzt abgerufen am 12.01.2017].

Songur, Berivan (2016): Persönliches Interview, geführt vom Verfasser. Bochum, 05.10.2016.

Songur, Berivan (2016): Persönliches Interview, geführt vom Verfasser. Bochum, 16.10.2016.

Songur, Berivan (2016): Persönliches Interview, geführt vom Verfasser. Bochum, 19.10.2016.

Zeit Online: Größte Flüchtlingskatastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg, unter: http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-02/amnesty-bericht-fluechtlinge-syrien-irak-is-boko-haram, [zuletzt abgerufen am 08.01.2017].

 

 

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