Link zu den studentischen Videos zum Flüchtlingsengagement

Projekte: Lokales Engagement in der Geflüchtetenhilfe in europäischen Zusammenhängen

Link zu den Videos: https://echo360.rub.de:8443/ess/portal/section/17583c32-412a-46fe-809d-fee924b5d8f3

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Link zu den studentischen Videos zu „Social Movements and Prefigurative Politics in a global perspective“

Projekte aus dem Seminar Social Movements and Prefigurative politics in a global perspective

Die Videos finden sich unter folgendem Link/For the videos click below: https://echo360.rub.de:8443/ess/portal/section/04025e2b-40b3-43af-a5c0-dfe96445e426

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Academic Videoclipping: Bürgerschaftliches Engagement von Geflüchtetenhilfe bis Selbsttransformation als wissenschaftliche Kurzvideos (Präsentation)

Präsentation zur Veranstaltung „Academic Videoclipping“, die am Dienstag, den 07.08.2018 von 18:00 – 20:00 Uhr im Institut für soziale Bewegungen, Clemensstraße 17-19, 44789 Bochum, stattfand.

Präsentation Academic Videoclipping0708

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Bürgerliches Engagement in der Arbeitsmarktintegration der Geflüchteten (Inan Bulut)

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In diesem Seminar wurde das bürgerschaftliche Engagement in der Geflüchtetenhilfe in Europa untersucht und über Motive und Beweggründe des Engagements diskutiert. Ebenso spielte im Seminar die Institutionalisierung und Mobilisierung der Geflüchteten im politischen Kontext genauso eine Rolle wie die Interaktion mit Behörden und anderen Akteuren näher beleuchtet wurde.

Das Thema unserer Arbeitsgruppe war hierbei die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten insbesondere im Hinblick auf die Integration in den Arbeitsmarkt durch die Engagierten. Die Basis für eine aktive Beteiligung am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben ist Arbeit: Arbeiten zu können, ist nicht nur eine Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg, sondern zentral für ein selbstbestimmtes Leben. Es ist wichtig für soziale Anerkennung und Würde, gesellschaftliche Integration und somit auch für soziale Kohärenz. Beschäftigung verhilft zu neuen Perspektiven und zur Sicherheit und trägt dazu bei, traumatische Erinnerungen und die Belastungen der Flucht zu verarbeiten.
Ein Großteil des Engagements dreht sich darum, die strukturelle Versorgung der Geflüchteten adäquat zu betreuen, beispielsweise sind Freiwillige besonders häufig in der Begleitung bei Behördengängen gefordert. Eine hohe Priorität nehmen zudem Übersetzungsarbeiten sowie die Organisation der ehrenamtlichen Arbeit selbst ein. Hierbei haben wir uns die Frage gestellt, ob und inwieweit sich Ehrenamtliche auch tatsächlich als „Lückenfüller/innen“ betrachten bzw. sich als solche fühlen.
Bedingt durch die Flüchtlingswelle im Jahre 2015 entstand nicht nur eine stärkere Politisierung in der Bevölkerung, sondern auch das Interesse und die Hilfsbereitschaft stieg sukzessiv an. Viele Bürger hatten sich „von heute auf morgen“ bereit erklärt, freiwilliges Engagement in der Flüchtlingshilfe zu leisten (vgl. Pfeffer-Hoffmann 2016: 39). Unser Interviewpartner Bruno H. (pensionierter Lehrer) fand dazu folgende Worte:
„[Ich] bin 2015 in die Flüchtlingsarbeit eingestiegen, weil hier im Ort Ennepetal, das liegt bei Hagen, praktisch über Nacht 150 Flüchtlinge aus aller Herrenländer der Stadt zugewiesen wurden. Die waren dann in einer Sporthalle untergebracht und die Stadt war relativ kooperativ und auch kreativ. Sie hat schnell eine dezentrale Unterbringung für die Geflüchteten organisiert und wir haben im Grunde die Stadt dabei unterstützt. Wir haben dann mit einigen Bekannten, auch mit evangelischen Pfarrern, den Soli-Flüchtlingsfond Ennepetal gegründet. […] Freundlicherweise gibt es auch hier in Ennepetal Unternehmen, die uns unterstützen, oder die Kirchengemeinden durch Kollekten, sodass wir also immer dann, wenn die Stadt finanziell an ihre Grenzen kommt was die Unterstützung von Geflüchteten angeht, dass wir dann zusätzlich eingreifen können. Wir sind sozusagen eine sehr beliebte Telefonnummer bei der Stadt Ennepetal.“ (Video 1_ 1:39 Min)

Durch das gestiegene Interesse seitens der Bürger an einer verbesserten Integration von Geflüchteten entstanden zahlreiche Initiativen und Projekte, welche die örtliche Kommune und Behörden entlasteten. Speziell für Geflüchtete wurde in Ennepetal ein „Soli-Flüchtlingsfond“ initiiert, der anhand der Spendeneinnahmen diesen bei der Bewältigung im Alltag behilflich sein soll.
Ebenso ist es der Fall, dass die zivilgesellschaftlich Engagierten nicht zwangsläufig strenge, konkrete Sprachkurse in diesem Fall anbieten, sondern durch diverse kleine Projekte wie die Fahrradwerkstatt die Sprache vermitteln.
„Das was uns bisschen bekannt gemacht hat ist unsere Fahrradwerkstatt. [..] Wir haben von den Bürgerinnen und Bürgern mal in einer öffentlichen Aktion darum gebeten, dass sie uns gebrauchte oder nicht mehr gebrauchte Fahrräder anbieten und wir sie abholen und dann haben wir eine Werkstatt aus Ennepetal, das ist eine städtische Einrichtung und da reparieren wir mit Geflüchteten Fahrräder, also sie können sich Fahrräder aussuchen und da muss mal was dran geschraubt werden und da helfen die dann mit. Learning by doing. Also sie fragen: ’Was ist denn das‘? oder ‚Kann ich dieses Gerät haben?‘. Also eine Zange oder ein Schraubenschlüssel. Und dann lernen sie das.“

Festzuhalten ist, dass Bereiche, in denen ehrenamtliche tätig sind, nicht nur als Hilfestellung für staatliche Institutionen gesehen werden können, sondern auch eine sehr wichtige Rolle im alltäglichen Leben der Geflüchteten spielen. Damit ebendiese überhaupt in der Gesellschaft „Fuß fassen“ und sich integrieren können, unterstützen Ehrenamtliche Geflüchtete dabei „ […] Sprachbarrieren abzubauen, kulturelle Gepflogenheiten kennenzulernen, den Umgang mit Behörden zu meistern und wichtige psychologische Hilfestellungen zu lernen.“ (Vgl. Gottschalk/ Zajak 2018: 15). Auch unser Interviewpartner Bruno bestätigt die oben genannten Punkte und fügt hinzu, dass sie auch bei der Jobsuche in sämtlichen Situationen
helfen. Sprachliche Barrieren oder andere Hindernisse, die nachweislich die Integration insbesondere in den Arbeitsmarkt behindern, werden dadurch möglichst minimiert (vgl. Johansson 2016: 27).
Auch anhand der Hobbywerkstatt, die der Soli-Flüchtlings-Fond bietet, lernen Geflüchtete den Umgang mit der Arbeit und Sicherheit in Kombination mit handwerklichem Geschick. Durch die ständige Interaktion und Zusammenarbeit entstehen zwangsläufig Kontaktknüpfungen mit diversen Menschen, welche zusätzlich zur Reduzierung der sprachlichen Barrieren führen. Nach einer qualitativen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB), des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ist eine hohe Bildungs-, Erwerbs- und Integrationsmotivation der Flüchtlinge zu erkennen (vgl. Pfeffer-Hoffmann 2016: 40). In dieser wird „[…] das Erlernen der deutschen Sprache als den wichtigsten Schlüssel für den Zugang zum Arbeitsmarkt und zu anderen Teilen des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland“ betrachtet (vgl. Pfeffer-Hoffmann 2016: 40.).
Wurde also in den letzten zehn Jahren in der Flüchtlingspolitik der Fokus noch auf die Gestaltung der Aufenthaltsperspektive gelegt, hat sich dies nun positiv geändert, indem Asylbewerber frühzeitig in Maßnahmen zur Arbeitsintegration einbezogen werden. Auch sollen Geflüchtete zudem entsprechend ihrer beruflichen Potenziale in den regulären Arbeitsmarkt eingebunden werden. Auch wenn diese Kursänderung sicherlich positiv zu bewerten ist, gibt es Optimierungsbedarf. Beispielsweise entfalten berufsbegleitende Sprachkurse eine positive Wirkung für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten, da der Spracherwerb in Kombination mit dem betrieblichen Alltag besonders effektiv ist (vgl. Eußner, Mayer, Walther, Bertelsmann Stiftung 2016: 5).
Die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen kann nicht separat von der sozialen Integration betrachtet werden. Schutzsuchende stehen vor vielfachen Herausforderungen: Sie benötigen Klarheit über ihren Aufenthaltsstatus und müssen ein Asylverfahren durchführen lassen. Zudem brauchen Geflüchtete einen Ort, wo sie untergebracht werden, sich sozial integrieren und Fragen des Familiennachzugs beantworten. Zudem leiden Geflüchtete unter den traumatischen Folgen von Krieg und Flucht. Um diese Schwierigkeiten zu meistern, sind sie auf kompetente Beratung und Begleitung angewiesen. Unser Interviewpartner sagt dazu:

„Also es geht eigentlich grundlegend […] in der ganzen Flüchtlingsarbeit um zwei Sachen: Einmal, dass die Leute eine Struktur kriegen, auch eine Tagesstruktur. Es gibt Leute, die warten auf irgendwas, was sie gar nicht nennen können und die brauchen eine Struktur. Also sie müssen bestimmte Termine haben, bestimmte Verpflichtungen und nicht nur durch die Ämter. Das Zweite ist die Perspektive: Einige, die haben keine Perspektive, […] zum Beispiel keine Bleibeperspektive, keine Duldung vorhanden.“ (Interview 1.2: 11:17)

Jedoch muss festgestellt werden, – auch das Interview mit Bruno konnte dies aufzeigen – dass die genannten Hürden eigentlich in den Aufgabenbereich des Staates fallen und die Vielzahl an bürokratischen Prozessen die Integration der Geflüchteten erschwert (vgl. Gottschalk & Zajak 2018: 10). Aufgrund dessen legen unser Interviewpartner und das SoliFlüchtlingsfond auch sehr viel Wert darauf, dass so wenig wie möglich bürokratische Arbeit entsteht. Dahingehend werden Entscheidungen hinsichtlich der finanziellen Unterstützung der Flüchtlinge durch ein kleines Gremium besprochen. Hierbei wird ohne Antragsstellung oder Sonstiges beim Soli-Flüchtlingsfond entschieden, was den Entwicklungsprozess der Integration ungemein vereinfacht (vgl. Bruno H. Interview 1.3: 9:38).
Durch die genannten Aspekte entstehen zwangsläufig Bedenken, ob Engagierte tatsächlich als „Lückenfüller/innen“ des Staates betrachten werden (Gottschalk & Zajak 2018: 10). Nach dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) bewerten nur wenige Engagierte (ca. 5%) die staatliche und kommunale Unterstützung als „gar nicht gut“, während die Hälfte der Befragten die staatliche Unterstützung als „gut“ einschätzen.
35% der befragten Engagierten gaben aber an, dass die Hilfeleistungen „weniger gut“ seien und damit einhergehend auch verbesserungswürdig sind. Eine Verbesserung der Situation könnte anhand von mehr Unterstützung durch Ämter und Behörden in der Flüchtlingshilfe erreicht werden (vgl.: BMFSFJ 2017: 43). Auch Vey bestätigt, dass es teilweise Unterversorgungen der Geflüchteten bedingt durch das Versagen der staatlichen Behörden gibt und ehrenamtlich Engagierte bei Entscheidungen kein Mitspracherecht erhalten, teilweise sogar unerwünscht sind (2018: 94).
Wie denken jedoch die Engagierten selbst darüber? Bruno fand dazu folgende Worte:
„Unser Staat würde zusammenbrechen, wenn es nicht die Ehrenamtliche Freiwillige Arbeit von Bürgerinnen und Bürgern gäbe. Also ohne Bürgerengagement würde unser Staat glaube ich nicht funktionieren. Weil es ist ein anderes Denken, ob ich als Verwaltungsmensch und Beamter eine Sache angehe. Die müssen viel mehr darauf achten. Es darf nichts passieren. Die haben ihre Vorschriften, die sind auch sinnvoll. Wir sind freier. Wir können natürlich auch kreativer sein. Also ich fühle mich nicht ausgenutzt. Also ich kann das
ja jeden Tag begrenzen. Ich könnte morgens sagen ich mach das nicht mehr. Will ich aber gar nicht und es ist notwendig, dass es dieses Engagement gibt […]. Und ich mache die Erfahrung auch in dem Kreis der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, […] viele machen die Erfahrung: mein Leben ist auch wichtiger geworden […]. In Beziehung leben, ist wichtiger als haben!“

Laut der Aussagen von Bruno, sieht dieser sich nicht unbedingt als Lückenfüller staatlicher Institutionen, sondern vielmehr erkennt er das Positive an seinem zivilgesellschaftlichen Engagement. Zwar gibt es manchmal Situationen, die einen bedenklich machen oder gar enttäuschen, jedoch – so betont es Bruno – entscheidet er selbständig, ob er sich weiterhin am Engagement beteiligen möchte. Zwar hatte er zum Beispiel die eher ernüchternde Erfahrung gemacht, dass bei knapp 100 Geflüchteten, die Bruno unter anderem unterstützte, nur sechs einer Arbeit nachgehen beziehungsweise eine Ausbildung tätigen.
„(…) es macht mir Spaß. Es ist für mich eine Win-Win Situation. Ich bin auch ein neugieriger Mensch und finde, das sind interessante Leute, auch unglaublich nette Menschen und es bereichert mein Leben. […] Die meisten sind sehr dankbar und hilfsbereit.“ (Interview 1.2: 5:19)

Anhand dieser Minifallstudie sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass Engagierte im Bereich der Geflüchteten sich nicht zwangsläufig als „Lückenfüllende“ sehen, sondern wie in unserem Fall mit Spaß und Enthusiasmus an die Sache herangehen. Dieser Faktor spielt eine erhebliche Rolle, da ohne Freude eine solche wichtige Arbeit kaum zu tätigen wäre.
Bruno ist sich auch im Klaren gewesen, dass der Staat ohne die Unterstützung ehrenamtlicher Helfer und Helferinnen nicht in der Form den Geflüchteten helfen könnte, wie es heute der Fall ist. Schließlich kann festgehalten werden, dass die staatlichen Behörden bei der Integration von Flüchtlingen zwar eine hohe Belastung haben, diese jedoch ohne die Unterstützung aus dem zivilgesellschaftlichen Bereich eine noch größere Hürde wäre als es ohnehin schon bereits ist. Daher ist es umso wichtiger Engagierte weiterhin zu unterstützen und deren Stimme zu hören.

Ein Beitrag von Inan Bulut

Literaturverzeichnis
• Eußner, Annika / Mayer, Matthias / Walther, Claudia / Bertelsmann Stiftung (2016): Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen: Wieso sie wichtig ist und wie sie gelingen kann: https://www.wegweiser-kommune.de/documents/10184/28794/Arbeitsmarktintegration+von+Flüchtlingen.pdf/0cb7e541-540c-489e-8c99-3b5ac2eb815d

• BMFSFJ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) (2017): Ergebnisbericht einer Untersuchung des Instituts für für Demoskopie Allensbach, [online] https://www.bmfsfj.de/blob/122010/d35ec9bf4a940ea49283485db4625aaf/engagement-in-der-fluechlingshilfe-data.pdf [24.09.2018]

• Gottschalk, Ines/ Zajak, Sabrina (2018): Geflüchtetenengagement in Deutschland: Konturen eines neuen Engagementfelds, in: Sabrina Zajak Gottschalk, I. (Hrsg.), Flüchtlingshilfen als neues Engagementfeld. Chancen und Herausforderungen des Engagements für Geflüchtete, Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, S. 7-22

• Johanssons, S. (2016): Die ungleiche Verteilung von Teilhabechancen für geflüchtete Menschen in Deutschland: Rahmenbedingungen der Lebenssituation von Flüchtlingen, in: Günter G. Goth/ Eckhardt Severing (2016), Asylsuchende und Flüchtlinge in Deutschland: Erfassung und Entwicklung von Qualifikationen für die Arbeitsmarktintegration, Bielefeld: W. Bertelsmann Verlag GmbH & Co. KG, S. 19.38.

• Pfeffer-Hoffmann, C. (2016): Arbeitsmarktzugang von Geflüchteten, in: Günter G. Goth/ Eckhardt Severing (2016), Asylsuchende und Flüchtlinge in Deutschland: Erfassung und Entwicklung von Qualifikationen für die Arbeitsmarktintegration, Bielefeld: W. Bertelsmann Verlag GmbH & Co. KG, S. 39-60.

• Vey, J. (2018): Zwischen Empowerment, Lückenbüßerei und neoliberaler Aktivierung des Selbst?! Ehrenamtliches Engagement und Regelversorgung in der bundesdeutschen Flüchtlingsversorgung, in: Sabrina Zajak Gottschalk, I. (Hrsg.), Flüchtlingshilfen als neues Engagementfeld. Chancen und Herausforderungen des Engagements für Geflüchtete, Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, S. 77-98

Prefigurative Politics and the European Spring

In this essay I will discuss, whether and how DiEM25 as part of the European Spring can be connected to prefigurative politics. For this, I will first define the concept of prefigurative politics, and then introduce DiEM25 and the European Spring. Supported by interviews of two members, I will then discuss how the European Spring can be connected to prefigurative politics but still cannot be understood as a solid example for this theory of social movements. Weiterlesen

Zero Plastic as an expression of prefigurative politics

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In May of 2018, the European Commission proposed the introduction of a new set of rules in order to reduce the number of single-plastic items that are produced in the region. The reason behind the initiative is that, according to their press release on the subject, the 10-target single-use plastic (SUP) items account for the 70% of the marine litter on Europe. The rules are measured to specific items, for some, like plastic cotton buds, cutlery, plates, straws, drink stirrers and sticks for balloons, the EC proposed a ban given the fact that there are alternatives already in place. For others, like plastic containers, it would entail a reduction in the manufacture process. (European Commission, 2018)

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Bürgerliches Engagement in der Arbeitsmarktintegration der Geflüchteten (Sevtap Ucar)

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Die vorliegende Ausarbeitung beschäftigt sich mit dem Thema des bürgerlichen Engagements bezüglich der Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen. Der Fokus ist auf die Integration in den Arbeitsmarkt durch die Engagierten gerichtet und somit auch auf die Frage, ob die bürgerlich Engagierten in dem o.g. Tätigkeitsbereich als sogenannte „Lückenfüller/innen“ des deutschen Staates gesehen werden. Geflüchtete in den Arbeitsmarkt zu integrieren, ist in der Wissenschaft ein diskutierter Themenbereich und trägt auch enorm zu der Integration in die deutsche Gesellschaft, Kultur und den Alltag bei, weshalb die Beschäftigung mit diesem Thema in meinen Interessen liegt. Weiterlesen

Research on Food-sharing in RUB

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In this essay, I try to introduce the conception of food-sharing activity from perspectives of different scholars and organizations, its particular practice, its values and aims also represent our food-sharing research project conducted in Rub campus. Along with the same context, I will present scholars’ explanation on the bigger conception of on-going social phenomena, the emergence of modern “sharing economy” which characterizes itself as modern P2P market with the support of high technology and digital networking in modern society comparing to the old goods trads in ancient years.

After reviewing scholars’ current study and general reputation on food-sharing actives, the main body of essay describes details on modeling the research project and shaping the goal of research, this research on food-sharing activities was hold by a team of 5 members in the seminar of “social movement and prefigurative politics” in Ruhr University of Bochum, we focused on awareness of food-sharing conception in campus, its on-going practical experiences and various feedbacks from students of activist, non-activist and volunteers who
work for organization. In the end, I would give the brief conclusion for the research program we conducted and my personal feedback and findings through the experience.

1.What Is Food-Sharing? “Food-Sharing Ecosystem”?

Food sharing idea was born in Germany, it is about redistribution of given food surplus for the needy and socially disadvantaged layer of society. 1 The biggest website platform of food-sharing and food bank in Germany is Die Tafel, according to Die Tafel official speech, their definition on general food-sharing is about bridging the gap between excess on the one hand and lack on the other, to benefit socially and economically disadvantaged people.2 This biggest food-sharing organization is volunteer based and its rent, transport and administrative cost covered by private donations and business communities rather than public financing. They introduced the“Trinity of benefits” in the Tafel program: grocers, donators and producers take social responsibility, people in need receive high quality groceries, environment is prevented from pollution and valuable resources are free from wasting.
One of the founders in this food-sharing campaign in Germany is Valentin Thurn, as co-founder of the international federation of environmental journalists, his documentary “Taste the Waste” in 2010 stressed how much significant amount of food from its transportation till its arrival to table of household has been wasted and end up in landfill. At one interview in 2015 after the launching of his documentary he pointed that food wasting is not a simple problem rather can extend itself to human security and the humanity question is so complex to give a single answer to address. There is no big perfect solution, but rather a lot of small solutions, high-techs in our food production and distribution in current market system has completely missed the food-wasting issues and the large scale of people who are in hunger. He also exposed the normative problem in production and goods merchandising in food chain industries, no groups want to take responsibility to do alternative solutions because they get no better profit from them and unfortunately, famers are too weak to protest against them.3
From different dimension to review the current food-sharing activities, some find the current food-sharing boom is innovated into different form of social movement, so called “food-sharing ecosystem” . Anna R. Davies and Ferne Edwards explain that the food-sharing is already experiencing a renaissance by the support of digital communication technology which built giant food-sharing community and networks, the activity has been extended not only re-distribution of food surplus to people who in need but made another community and social network where people also sharing the cooking and restoring skills, food self-growing skills, food safety and even some life style changing campaigns and ideas. They called food-sharing as an “food-sharing ecosystem” where not only food-sharing itself present but also more extended and broad conception of sharing economy emerging. But on the other hand, they critiqued the existing shortages in the current law implementation, unlike the fast speed of formation of food-sharing technology and network, the council placing unreasonable requirements on small-scale and distributed business model. 4
Come to the larger context, Juliet Schor, a professor of sociology at Boston College, explained not only food-sharing campaigns but also the whole new booming conception and practices of sharing-economy that we are experiencing now has various merits. She claims three reasons of currently booming conception of sharing-economy in her essay in 2014 that people tend to motivated to publicly sharing their private properties derived from economic, environmental and social factors. From her perspectives, sharing economy introducing new emergence of P2P market environment against to traditional market conception where several layers of “middle man” exist, therefore, the both sides of participants in the business transition, the buyers and sellers, get economic benefits and online platform made the wider space for networking with geographically unknown-people more and more comparing to the past traditional sharing community when the trad was limited within neighborhood or work places. Sharing economy also advertises itself as green social movement by reducing additional carbon footprint and protect large amount of resources from being wasted or disposed without effectively used. 5

2. Modeling and Running of Research Project

The idea of research topic food-sharing was inspired by the Australian food-sharing activities in Melbourne. This sustainable food movement has its long history and been interviewed multiple times form different mass communication. We modeled particularly the idea and form of organization “Open table” among various currently running organizations with
different methods of distribution, aim and targets. The non-profit organization “Open table”
is based on two key ideas according to 3-month long qualitative interview held by Ferne Edward in 2017: reducing food waste and meeting the neighbors. The organization receives donated food from rescue agency and local stores that would otherwise be wasted and redistribute, reduces the ineffectively produced and wasted food by redistributing back to neighbors to make more sustainable local community. 6
From its original inspiration, we try to model our research program and we found the Rub campus already has similar program run by student organization of AStA. So, we site our research place as campus and set our aim of research as followings: Research on the general awareness of food-sharing within Rub campus, practical experiences of food-sharing activity in the campus and participation of students in the activity, the feedbacks from the food activists and volunteers. The interview was conducted at the day of food-sharing activity, and from the interview with AStA who is supervising the activity, we were able to accumulate more specific information about corporation between campus and local organizations and general issues regarding to food-sharing activities in Rub.

The food-sharing program which currently run by AStA in Rub campus is aiming: “make
Less food-wasting” according to its official website. The food-sharing program was enforced
from July 2017, it has been just more than a year available for the students in Rub. The program was cooperated with organization Food-sharing Bochum, who responsible for filling up the food twice a week regularly. The information about this program is available in official campus website and Facebook community of Rub.7
The food-sharing Bochum consist food-sharing institution which was created in 2012 in Berlin, it has since grown into an international movement with over 200,000 registered users in Germany, Austria, Switzerland and other European countries. All of them remains as free, non-commercial, independent and ad-free organization. By using their explanation, the organization sees the food-sharing activity as a movement of educational polity and engaged to sustainable environmental and consuming goal.8 From its official Facebook platform, it says the Food-Sharing gives individual, traders and producers opportunities to offer or pick up excess food for free, the basic idea behind is “People share food”, and it believes the sharing has an its ethical dimension to build in modern society.9
During our research project, we found all students we’ve interviewed agreed on the conception of food-sharing and already knew some cases in Germany or in different countries even, but most of them did not realize the on-going food-sharing activity conducted by AStA, since it is not easily to reach to information of campus food-sharing activity to participant in we have found. Some suggested that the campus should make it much easier to reach to the information of the food-sharing activities and let more students know about the activity because every year the campus have new-in students who haven’t got information about such activities. The students who already well-know about this campus activity, they have known about it from friends or online community, some of them participant the activity since they live close enough to join regularly, some said they rather just stop by when they have enough time to do so. We have found most of them who participant the food-sharing for taking the food rather sharing their food, the officer of student council who in charge of campus food-sharing program responded, it is not necessary let people to share their food to get food from others, the point is we make it possible to consume the food which is otherwise to be wasted, and it is also written on AStA official website page about the information of food-sharing activity in Rub. Why do volunteers work for it? During the interviews with two volunteers who work for Food-sharing Bochum and supervise the food-sharing in Rub together with AStA answered that they do this voluntary job all because of huge amount of unconscious food-wasting in our society, by doing so, they said they try to show that the food which about to dispose are still eatable.
It was quite impressive to see that how the students in Rub react to current food-sharing activity in Rub and how well do they aware the general ideas and practices of food-sharing, we get very positive feedbacks from students about the idea of food-sharing and its spreading in campus. But on the other hands, we imagine that one would question about the food safety issue or in extended context, about the legal issues behind: whether the food served for free are undoubtedly safe to eat? According to official websites of Food-sharing organization, current food-sharing activities conducting in European counties are all non-expired food from supermarket or particular organization or corporation, and for more strict food safety, volunteers who work for organization also examine all donated food before they distribute to local communities. But in fact, this issue is debated aggressively in U.S., according to the national Coalition for the homeless in U.S. more than 70 cities have passed or attempted to pass the law of citywide restrictions on food sharing, and in particular cities, people feeding the homeless considered as criminal offenses. The legislation restricts the food-sharing on the ground of food safety, requiring organizations sharing food top comply with overly strict food-safety regulations, such as only preparing food in approved locations or serving only pre-packaged meals.10

3. Conclusion

To conclude the research project, after reviewed the current study on food-sharing conception from different scholars and communities and its practices in real examples, I would pose the importance in underlining the rhetoric difference and relation between food-wasting and food-sharing. Put it differently, whether food-sharing provides effective solution to address the food-wasting is not determined regardless of other alternatives and actual causal relations of other factors related with food-wasting are also not fully covered so far. By reviewing the scholars and investigators, we are able to know about the insufficient methodological and systemic ideas exist in food distribution as well as political and economic issues in current food producing and merchandising processes we had in modern society. Nevertheless, the core idea behind the food-sharing is rather reflect ethical dimension regarding to value of food, value of livestock and human resources that we’ve been ignored over the fast industrial revolution and innovations in technology and current market system. Our research project, as we have talked in intro, does not aim in spreading the idea of food-sharing or persuade readers to be activist in food-sharing after read this article. Our initial goal lies in research on awareness of conception and idea of such movement and accumulated feedbacks from activist, non-activist and volunteers who work for food-sharing organization. We have conducted the qualitatively and quantitatively valid interviews in campus Rub and the main body of essay reveals from its modeling to findings to the end. Thank you for reading my article and your comments for it!

A contribution from Zhongzheng Zhang

References:(no in order of article)

1. Anna Uspenskaya. How foodsharing in Germany began. Article from website Foodsharing.ru. 28.March, 2018
2. Anna R. Davies, Ferne Edwards. Food sharing with a 21st-century twist and Melbourne’s a world leader. The Conversation: Academic rigour, journalistic fair. 29. May, 2018
3. Juliet Schor. Debating the Sharing Economy. Great Transition initiative. October 2014
4. Ferne Edwards. Sharecity’s First Completed Field Site: Food Sharing in Melbourne, Australia.
http://sharecity.ie/sharecitys-first-completed-field-site-food-sharing-melbourne-australia. Feb, 2017.
5. National Coalition for the Homeless October 1, 2014 cit. in Dr. Mercola. Should food sharing be
illegal? July 26, 2016 https://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2016/07/26/food-sharing.aspx
6. Referred an interview conducted by Johanna Schick. Interview mit Valentin Thurn: 10 Milliarden – wie warden wir alle satt? Greenality.de 16. April, 2015
7. Referred website of AStA RUB https://asta-bochum.de/projekte/foodsharing/
8. Referred website Tafe http://Tafel.de
9. Referred to website of Food-Sharing organization https://foodsharing.de/
10. Referred to official account of Facebook Food-Sharing https://www.facebook.com/foodsharingbo/

Foot/Endnotes:

1 Anna Uspenskaya. How foodsharing in Germany began. Article from website Foodsharing.ru. 28.March, 2018
2 Referred website Tafel http://Tafel.de

3 Referred an interview conducted by Johanna Schick. Interview mit Valentin Thurn: 10 Milliarden – wie warden wir alle satt? Greenality.de 16. April, 2015
4 Anna R. Davies, Ferne Edwards. Food sharing with a 21st-century twist and Melbourne’s a world leader. Theconversation.com (article from The Conversation: Academic rigour, journalistic fair Website). 29. May, 2018

5 Juliet Schor. Debating the Sharing Economy. Essay from https://www.greattransition.org/publication/debating-the-sharing-economy#why-share. October 2014
6 Ferne Edwards. Sharecity’s First Completed Field Site: Food Sharing In Melbourne, Australia. http://sharecity.ie/sharecitys-first-completed-field-site-food-sharing-melbourne-australia Feb, 2017.

7 Referred website AStA RUB https://asta-bochum.de/projekte/foodsharing/
8 Referred to website of Food-Sharing organization https://foodsharing.de/
9 Referred to official account of Facebook Food-Sharing https://www.facebook.com/foodsharingbo/

10 Referred to National Coalition for the Homeless October 1, 2014 cit. in Dr. Mercola. Should food sharing be illegal? July 26, 2016 https://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2016/07/26/food-sharing.aspx

 

Food sharing as prefigurative politics in a public area –an initiative at the Ruhr-University Bochum

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Does the food sharing activity at the RUB fit to the characteristics of prefigurative politics?

“We all – farmers and fishers; food processors and supermarkets; local and national governments; individual consumers – must make changes at every link of the human food chain to prevent food wastage from happening in the first place, and re-use or recycle it when we can’t… In addition to the environmental imperative, there is a moral one: we simply cannot allow one-third of all the food we produce to go to waste, when 870 million people go hungry every day” –FAO Director-General José Graziano da Silva, 2014

Our relationship with food has become disordered and obsessive. People buy more food than they can consume. Therefore, for the past few years, the “sharing economy” has attracted a great deal of attention. Whereas approximately 1.3 billion tonnes, roughly one third of the food produced in the world for human consumption every year gets lost or wasted (FAO data), more social movements aimed at reducing this terrible habit and creating a community that redistributes underutilized food.

Moreover, there are cases where such movements result into legally binding norms. In 2016, for example, by adopting unanimous legislation, France became the first country in the world that oblige supermarkets to donate unsold food stuffs, rather than destroying it or throwing it away. The law aims to avoid the wasting of good quality food, save energy on subsequent processing and raise awareness of sustainable consumption. (Privitera, 2016: 93)

“Humans share food unlike any other organism. Many other animals … actively share food; however, the patterning and complexity of food sharing among humans is truly unique.” (Kaplan & Gurven, 2001: 1)

At the RUB there is a designated space that houses food-swap shelves and a refrigerator for students to share food, hosted by the AStA. This food sharing place operates on campus since June 2017. The AStA has installed two cabinets and a refrigerator at the SH entrance area of the student residence between the Kulturcafé and the AStA offices.

Therefore, our project at the Ruhr-University Bochum was aimed to answer the question whether the food sharing activity at the RUB fits to the characteristics of prefigurative politics.

Luke Yates defines „prefiguration“ as the „attempted construction of alternative or utopian social relations in the present, either in parallel with, or in the course of, adversarial social movement protest“.

The project consists of in-depth interviews that allowed us to explore the movement from the perspective of the research participants. Some of the interviewees were recruited randomly on the campus next to a place with a refrigerator and shelves for sharing food, and some interviews with activists were arranged in advance. We decided not to make an assumption about expecting results in order not to push interviewees’ to certain answers. Therefore, questions were neutral and open for the interviewees’ thoughts.

Our participants were separated into target groups, therefore interview questions differ in each group. We were asking people involved in the operation of the food sharing spot at the RUB (AStA representative and volunteers) particularly about

  • the aim of the project,
  • the schedule of filling the shelves and refrigerator and
  • the organization.

Food sharing activists and random students were asked about

  • the awareness about the initiative,
  • the regularity of checking the place for available food and sharing food back and
  • the reasons for participating etc.

Moreover, we asked participants to expand on their understandings of how everyday practices might lead to positive changes.

Therefore, we found out that the objective of this project is to contribute to food waste reduction in the RUB area at a time when a third of all our food ends up in the trash. By establishing a single point of contact for food sharing, individual food waste, hopefully, will be reduced.

The original idea was for people to bring their edible leftovers that they want to give away to the food sharing spot at the RUB.  What is more, shops are participating as well now. Stores that participate in food sharing activity in the Ruhr area, instead of giving away food items that are about to expire, supply this food to the refrigerator and shelves at the RUB twice a week (conducted by Food sharing Bochum volunteers).

What is important, there is a „Good enough for you“ supreme rule in sharing food at the RUB spot. You can only place the food there that you would be willing to eat yourself, or non-food items that could be of value to someone else. The food that has an expiration date should be put in the refrigerator with a special mark. You are not allowed to share food that is past its ‘Use By’ date. Moreover, the AStA do not encourage anyone to supply food that contains milk, eggs or other perishable food which should be used or consumed immediately. The ideal situation is to stick to non-perishable goods, such as sealed jars, packets or tinned items. Unprocessed fruit or vegetables are also a great option because you can see if they are fit to eat.

To be more precise, as there is always a potential health risk, these items cannot be stored in the food sharing place in RUB:

  • pig’s milk,
  • ground beef,
  • products that contain non-heated raw milk,
  • freshly prepared dishes containing eggs,
  • creams and pudding, tiramisu and mayonnaise (when made with eggs and milk),
  • and alcoholic beverages.

Moreover, students can find out information about the food sharing initiative on  Facebook. What is more, you can also find their announcements about events and restocking, such as:

 „Do you already know the ‚Fair-Teiler’* at the Ruhr-University Bochum? Maybe you can grab some fresh food there just before the end of the day, or catch up on something that would otherwise end up in the bin? If the cabinet is already empty, you may try again tomorrow“(translated from German -from Facebook).

Among activist, we found out, that the majority just grabs available food whenever it is available, but sharing food at  rare intervals. Some take it because he or she has forgotten to take the lunch, some to save some money. Nevertheless, without doubts food sharing activity appears to be a great initiative, on their mind, that can imply to food waste reduction and smart consumption.

“I found it really important – like the whole movement of food sharing idea, because we waste so much food. I really enjoy it, knowing about the possibilities to go and left the food somewhere and to be certain that someone else can use it.” – Joana, interview partner.

“Food sharing is a fundamental form of cooperation that … is particularly noteworthy because of its central role in shaping human life history, social organization, and cooperative psychology.” (Jaeggi&Gurven, 2013: 186).

As activities in social movements are meant to foster change (James and Van Seeters 2014), the benefits from the food sharing approach include revaluing food from waste, supporting social inclusion, and reclaiming underused spaces in the city. (Edwards&Davies, 2018)

It is a good way of raising awareness of the massive food waste on all levels ranging from producers to consumers. This activity empowers people to be the change they want to see in the world, by letting them participate in rescuing and sharing food.

In seeking to better conceptualize prefigurative politics as an approach to achieve social change, it is important to consider how people change the way they act. Partly the activity at the RUB is about creating a space for sharing leftovers from food suitable for consumption, trying things out to see if they work. What is more, the AStA is supported by the organization Food sharing Bochum, which regularly supplies the cabinets with food from the shops that share food, instead of throwing it away.

To sum up, based on the experience and opinions of members of the food movement, I would say that food sharing activity at the RUB enacts social change in the seemingly inconsequential details of daily life.

One can say that food sharing could represent an effective way to tackle food waste at the consumers‘ level, with a positive effect for the environment as well as for the economic potential. However, I would say that it is still important to clarify, how many people should participate to fulfill its objectives of the initiative.

Prefigurative practices are those intended to effect social and structural changes that embody the ideals of the desired future society. Therefore, I believe that starting from smaller, like at the RUB, you can someday foster great changes in society.

* Fair-Teiler – an unconditional, public distribution point – with shelves and often a fridge to enable people without internet access to participate in sharing food.

A contribution from Yuliia Kisilova

Literature:

  1. Edwards, Ferne and Anna R. Davies. Food sharing with a 21st-century twist – and Melbourne’s a world leader. May 29, 2018. URL: http://theconversation.com/food-sharing-with-a-21st-century-twist-and-melbournes-a-world-leader-96106
  2. Jaeggi, Adrian V and Michael Gurven. “Natural cooperators: food sharing in humans and other primates.” Evolutionary anthropology22 4 (2013): 186-95.
  3. James, P. and P. Van Seeters. 2014. Globalization and politics, volume II: Global social movements and global civil society. London, Sage.
  4. Kaplan, Hillard, and Michael Gurven. 2004. The natural history of human food sharing and cooperation: A review and a new multi-individual approach to the negotiation of norms. In Moral Sentiments and Material Interests: On the Foundations of Cooperation in in Economic Life, ed. Samuel Bowles, Robert Boyd, Ernst Fehr Herbert Gintis. Cambridge, Mass.: MIT Press.
  5. Privitera, Donatella. Describing the collaborative economy: forms of food sharing initiatives. Economic Science for Rural Development Conference Proceedings 43 (43), 2016, 92-98.
  6. Yates, Luke. “Rethinking Prefiguration: Alternatives, Micropolitics and Goals in Social Movements,” in Social Movement Studies, Vol. 14, No. 1, 2014, p. 1-21.
  7. http://www.fao.org/about/en/

Unterstützung von armutsgeprägten rumänischen Zuwanderern in der Arbeitsmarktintegration

Link zum Video 

Die EU-Erweiterung von 2007, in dessen Rahmen EU-2-Bürger in die EU aufgenommen worden sind, wurde von dem damaligen Erweiterungskommissar Olli Rehn „als Ende der Teilung Europas und als „neue Ära“ begrüßt.“ (Spiegel Online 2006). Aber schon damals war klar, dass in diesen Ländern große Bevölkerungsteile gesellschaftlich ausgegrenzt und diskriminiert wurden (Onlineportal Stadt Dortmund 2018: 2). Und diese gesamtgesellschaftliche Problemlage, wozu auch die wirtschaftliche Probleme zählen, sorgte dafür das EU-2-Bürger sich auf den nach Westeuropa machten um ein besseres Leben zu führen (vgl. ebd.). In Deutschland ist Dortmund eine der Städte, die besonders von Neuzuwanderern aus Rumänien betroffenen ist. Viele von ihnen kommen nach Dortmund, weil sie hier auf rumänisch sprechende Netzwerke zurückgreifen können, die ihnen bei Sprachprobleme helfen und erste Hilfe bei grundlegenden Sachen anbieten können (vgl. ebd.). Die vorliegende Arbeit widmet sich daher der Forschungsfrage: Inwiefern werden armutsgeprägte rumänische Zuwanderer bei der Arbeitsmarkintegration unterstützt?

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