{"id":487,"date":"2018-10-02T09:59:50","date_gmt":"2018-10-02T07:59:50","guid":{"rendered":"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/?p=487"},"modified":"2018-10-02T10:05:10","modified_gmt":"2018-10-02T08:05:10","slug":"engagement-von-menschen-mit-migrationshintergrund-in-der-gefluechtetenhilfe-und-anderen-engagementbereichen-im-vergleich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/?p=487","title":{"rendered":"Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund in der Gefl\u00fcchtetenhilfe und  anderen Engagementbereichen im Vergleich"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Blogpost soll dazu dienen, auf dem <a href=\"https:\/\/echo360.rub.de:8443\/ess\/portal\/section\/17583c32-412a-46fe-809d-fee924b5d8f3\">verlinkten Video<\/a> aufbauend die Ph\u00e4nomene zu diskutieren, die speziell mit dem ehrenamtlichen Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund oder Migrationserfahrung in der Gefl\u00fcchtetenhilfe zusammenh\u00e4ngen. Konkret soll die Frage beantwortet werden, inwieweit Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund, die sich im Bereich der Gefl\u00fcchtetenhilfe engagieren, Parallelen zu den Besonderheiten des Engagements von Menschen mit Migrationshintergrund, die sich in anderen Bereichen der Zivilgesellschaft engagieren, aufweisen. <!--more-->Selbstverst\u00e4ndlich kann eine Minifallstudie wie jene, die Inhalt des oben stehenden Videos ist, nicht die gleiche Repr\u00e4sentativit\u00e4t und Aussagekraft besitzen, wie eine gro\u00dfangelegte Untersuchung wie etwa der deutsche Freiwilligensurvey, der im Auftrag des Bundesministeriums f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellt wurde. Es muss daher angenommen werden, dass die Tendenzen, die in diesem Blogeintrag nachgezeichnet werden, nur einen sehr selektiven Ausschnitt der Realit\u00e4t abbilden.<\/p>\n<p>\u00dcber die Relevanz des Themas kann schwerlich diskutiert werden. Die Hunderttausenden von Gefl\u00fcchteten, die seit 2015 nach Deutschland gekommen sind und die Frage, wie sich ihre Aufnahme und Integration am besten organisieren und erleichtern lassen, bestimmen einen Diskurs, der auch heute, im Jahre 2018, nach wie vor kontrovers gef\u00fchrt wird und im \u00f6ffentlichen Bewusstsein einen gro\u00dfen Raum einnimmt. Die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zugunsten der nach Deutschland kommenden Fl\u00fcchtlinge zu engagieren, war 2015 um ein Vielfaches gr\u00f6\u00dfer, als bei der Aufnahme der Menschen, die Anfang der 1990er Jahre aus dem zerfallenden Jugoslawien nach Deutschland geflohen waren. Im Gegensatz zu dieser Zeit gab es auf dem H\u00f6hepunkt der Fl\u00fcchtlingskrise 2015 in Deutschland auch in den Leitmedien und in der Politik au\u00dferhalb des rechten Spektrums kaum kritische oder ablehnende Stimmen, die sich gegen die Aufnahme von Fl\u00fcchtlingen aussprachen (Evers\/Klie 2018, 520).<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von der Fl\u00fcchtlingskrise ist in der j\u00fcngeren Vergangenheit auch das ehrenamtliche Engagement von Menschen mit Migrationserfahrung oder Migrationshintergrund zunehmend in den Interessenfokus von Wissenschaftlern und Politikern ger\u00fcckt (Klie 2018, 429). Zum ehrenamtlichen Engagement zugunsten von Fl\u00fcchtlingen durch Menschen, die selbst einen Migrationshintergrund haben, gibt es indes bisher nur bruchst\u00fcckhafte Erkenntnisse. Die Relevanz des Themas ist daher auch von dieser Seite als gesichert anzusehen.<\/p>\n<p>Allgemeing\u00fcltige Aussagen zu treffen, wird hingegen nicht nur durch die bereits erw\u00e4hnte Begrenztheit der Minifallstudie erschwert, sondern auch durch die Heterogenit\u00e4t des Untersuchungsgegenstandes. Menschen, die einen Migrationshintergrund besitzen oder selbst Migrationserfahrung haben, sind eine ausgesprochen diverse Gruppe mit vielen verschiedenen kulturellen und ethnischen Wurzeln (Klie 2018, 440). Aussagen, die f\u00fcr Menschen, die einen ostasiatischen Migrationshintergrund besitzen, zutreffend sein m\u00f6gen, m\u00fcssen nicht zwingend auch auf Menschen mit einem westafrikanischen Migrationshintergrund zutreffen. Es muss dar\u00fcber hinausgehend begrifflich trennscharf unterschieden werden, zwischen &#8222;Menschen mit Migrationshintergrund&#8220; und &#8222;Menschen mit Migrationserfahrung&#8220;. Ersterer Begriff ist in sofern weiter gefasst, da er Menschen, die selbst migriert sind und solche, die in Deutschland als Kinder von ein oder zwei Elternteilen geboren wurden, die migriert sind. Letzterer Begriff hingegen bezeichnet ausschlie\u00dflich Personen, die tats\u00e4chlich selbst migriert sind und nicht in Deutschland geboren wurden (Vogel et al. 2017, 608). Es sei an dieser Stelle erw\u00e4hnt, dass gerade der Begriff &#8222;Menschen mit Migrationshintergrund&#8220; nicht unumstritten ist, und gerade die Menschen, auf die er angewendet wird, sich teilweise mit dieser Bezeichnung unzufrieden zeigen, da sie lebenslang \u201eein Anderssein und Nicht-Dazugeh\u00f6rigkeit\u201c (Klie 2018, 478) implizieren w\u00fcrde. Der Begriff &#8222;Menschen mit Fluchterfahrung\u201c, der im Laufe des Blogeintrages ebenfalls verwendet wird, bezeichnet Personen, die nicht nur selbst migriert sind, sondern dies dar\u00fcber hinaus taten, da sie aus ihrem Heimatland vertrieben wurden. Wenn im Folgenden von &#8222;Menschen mit Migrationserfahrung&#8220; gesprochen wird, schlie\u00dft dies &#8222;Menschen mit Fluchterfahrung&#8220; ein.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich gilt, dass ehrenamtliches Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund schwerer zu erfassen und messen ist, als solches von Deutschen ohne Migrationshintergrund. Dies liegt auf der einen Seite daran, dass Menschen mit Migrationshintergrund sich oft au\u00dferhalb der in Deutschland g\u00e4ngigen Vereinsstrukturen engagieren. Ihr ehrenamtliches Engagement ist also informeller (Klie 2018, 429f.). Klie f\u00fchrt die H\u00e4ufigkeit von ehrenamtlichen Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund, das au\u00dferhalb formeller Strukturen stattfindet, darauf zur\u00fcck, dass diese Menschen sich h\u00e4ufig nur f\u00fcr Angeh\u00f6rige ihrer eigenen ethnischen und religi\u00f6sen Ingroup engagieren (ebd.). Auf der anderen Seite r\u00fchrt die schwierigere Messbarkeit von der pers\u00f6nlichen Definition ehrenamtlichen Engagements her. Nach Auffassung von Klie ist &#8222;ehrenamtliches Engagement&#8220; ein typisch deutsches Ph\u00e4nomen, f\u00fcr das es in anderen Sprachen teilweise noch nicht einmal semantische \u00c4quivalente gibt (ebd. 431). Es ist daher m\u00f6glich, dass Erhebungen zum ehrenamtlichen Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund durch abweichende Engagementverst\u00e4ndnisse verzerrt werden; also, dass Menschen mit Migrationshintergrund T\u00e4tigkeiten verrichten, die nach deutschem Verst\u00e4ndnis als ehrenamtliches Engagement zu werten w\u00e4ren, jedoch von den Befragten nicht als solches aufgefasst werden und deshalb nicht in Studien erfasst werden k\u00f6nnen. Im Fall des ehrenamtlichen Engagements zugunsten Gefl\u00fcchteter scheint es sich jedoch zumindest in unserer Fallstudie einfacher zu gestalten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die gesamte Gruppe der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland l\u00e4sst sich jedoch aus der Empirie zumindest sagen, dass sie im ehrenamtlichen Engagement im Vergleich zu Deutschen ohne Migrationshintergrund unterproportional vertreten sind. Als konkretes Beispiel lie\u00dfe sich hier zum Beispiel die Gruppe der t\u00fcrkischst\u00e4mmigen Menschen mit Migrationshintergrund anf\u00fchren, von denen nur 10% in irgendeiner Form ehrenamtlich engagiert sind, was deutlich unter dem Drittel der Gesamtbev\u00f6lkerung liegt, das sich engagiert (Huth 2012, 27). Die Bereiche, in denen sich Menschen in Deutschland engagieren, sind allerdings f\u00fcr Menschen mit wie ohne Migrationshintergrund zum gro\u00dfen Teil sehr \u00e4hnlich. Selbiges gilt f\u00fcr das regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcrs Engagement aufgewendete Zeitkontingent (Vogel et al. 2017, 623).<\/p>\n<p>Da die Gruppe, die als &#8222;Menschen mit Migrationshintergrund&#8220; bezeichnet wird, wie oben beschrieben, sehr heterogen ist, bietet es sich an dieser Stelle m\u00f6glicherweise an, eine Differenzierung an Hand anderer Trennlinien vorzunehmen, um pointiertere Aussagen treffen zu k\u00f6nnen. Da im oben stehenden Video die Frage nach der Rolle der Religion gestellt wird, und ein Gro\u00dfteil der seit 2015 nach Deutschland gefl\u00fcchteten Menschen aus mehrheitlich muslimischen L\u00e4ndern, vor allem Syrien, stammen, erscheint es sinnvoll, die Daten, die die Empirie zum ehrenamtlichen Engagement von Menschen muslimischen Glaubens liefert, in die Er\u00f6rterung einzubeziehen. Klie sieht (auf\u00a0 die Arbeiten von Sonja Haug et al. bezugnehmend) islamische Religiosit\u00e4t als Hemniss f\u00fcr zivilgesellschaftliches Engagement in Deutschland an (Klie 2018, 450). Ob diese Aussage f\u00fcr Engagement allgemein gilt, kann an dieser Stelle weder best\u00e4tigt noch verneint werden, aber sie deckt sich nicht mit den Erkenntnissen, die die Minifallstudie aus dem oben stehenden Video f\u00fcr das Engagement im Bereich der Gefl\u00fcchtetenhilfe liefert. Die dort interviewten Personen geben die im Koran vorgeschriebene Hilfsbereitschaft gegen\u00fcber bed\u00fcrftigen Mitmenschen als mitverantwortlich f\u00fcr ihre Entscheidung, sich f\u00fcr Gefl\u00fcchtete zu engagieren, an. Wenn man die Erkenntnisse von Klie und aus der Minifallstudie des Videoclips zusammennimmt, l\u00e4sst sich daraus die Hypothese ableiten, dass Menschen mit Migrationshintergrund, die muslimischen Glaubens sind, sich eher in der Gefl\u00fcchtetenhilfe engagieren k\u00f6nnten, als in anderen Bereich der Zivilgesellschaft.<\/p>\n<p>Ein Problem bei der Mitarbeit von Menschen mit Migrationshintergrund in ehrenamtlichen Organisationen, sind die h\u00e4ufigen Sprachbarrieren, vor allem, was Fachtermini und Bildungssprache angeht, die auftreten k\u00f6nnen, wenn sich Personen mit und ohne Migrationshintergrund innerhalb einer Organisation engagieren. (Rabe-Mati\u010devi\u0107 2017, 7). Sandra Rabe-Mati\u010devi\u0107 hat das Zusammenarbeiten von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in ehrenamtlichen Initiativen untersucht, die sich konkret mit der Gefl\u00fcchtetenhilfe besch\u00e4ftigen. Sie macht als Problem aus, dass Muttersprachler der deutschen Sprache gegen\u00fcber ihren Mitarbeitern innerhalb der gleichen Initiative, die Deutsch nur als Zweitsprache beherrschen, ein &#8222;protektiv-paternalistische Haltung&#8220; (Rabe-Mati\u010devi\u0107 2017, 108) einn\u00e4hmen. Das Problem der Sprachbarriere scheint also ehrenamtliches Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund zu kennzeichnen, unabh\u00e4ngig davon, ob es in einem Rahmen der Gefl\u00fcchtetenhilfe oder einem anderen zivilgesellschaftlichen Teilbereich stattfindet. Allerdings liegt gerade im Bereich der Gefl\u00fcchtetenhilfe in den \u00fcber das Deutsche hinausgehenden Sprachkenntnissen auch einer der Vorteile, die Menschen mit Migrationshintergrund bei Engagement f\u00fcr Gefl\u00fcchtete mitbringen.<\/p>\n<p>Vogel et al. stellen bei ihrer Untersuchung zudem fest, dass Menschen mit Migrationshintergrund, die sich im Rahmen formeller Organisationen engagieren, unterproportional selten eine Leitungsfunktion innehaben (Vogel et al. 2017, 622). Dies deckt sich zwar mit den Erkenntnissen der Minifallstudie aus dem obenstehenden Video, ist aber nur begrenzt aussagekr\u00e4ftig, da es sich im dort betrachten Fall um eine Organisation in kirchlicher Tr\u00e4gerschaft handelt. Da auch Moscheeverb\u00e4nde vielfach Initiativen zur Unterst\u00fctzung Gefl\u00fcchteter angesto\u00dfen haben, ist bei diesen zu vermuten, dass der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund, die Leitungsfunktionen wahren, deutlich h\u00f6her liegen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Wie oben bereits erw\u00e4hnt, liegen Verst\u00e4ndnisse von Engagement zwischen einzelnen L\u00e4ndern und Kulturen h\u00e4ufig weit auseinander. Klie nennt &#8222;[v]erschiedene [..] Auffassungen von Familie und Verwandtschaft sowie andere Verst\u00e4ndnisse von Organisation, Staat und Gemeinden\u201c, die bei Menschen mit Migrationshintergrund oder -erfahrung das ehrenamtliche Engagement in Deutschland pr\u00e4gen (Klie 2018, 431). Darin liegt jedoch im Bereich der Gefl\u00fcchtetenhilfe meiner Meinung nach einer der gro\u00dfen Vorteile des ehrenamtlichen Engagements von Menschen mit Migrationshintergrund. Durch ihre Kenntnisse einer anderen Kultur als der deutschen sind sie besser in der Lage, Hilfsangebote zu machen, die von Gefl\u00fcchteten aus au\u00dfereurop\u00e4ischen Kulturkreisen verstanden und angenommen werden k\u00f6nnen. Damit k\u00f6nnten sie einen wichtigen Beitrag zur Integration Gefl\u00fcchteter leisten, indem sie diesen die in Deutschland von Ehrenamtlern zur Verf\u00fcgung gestellten Leistungen von einem Standpunkt aus erkl\u00e4ren, der formell in Vereinen organisiertes Engagement nicht als einzig m\u00f6gliche Auspr\u00e4gung kennt.<\/p>\n<p>Ein weiterer Aspekt, der ehrenamtliches Engagement vor allem von Menschen, die selbst Migrations- bzw. Fluchterfahrung in ihrem Leben gesammelt haben, im Kontext der Gefl\u00fcchtetenhilfe positiv von dem von Menschen ohne Migrationshinterhrund abhebt, ist, wie Rabe-Mati\u010devi\u0107 2017 bei ihrem Projekt in Mecklenburg-Vorpommern feststellte, die \u201epers\u00f6nliche Betroffenheit und differenziertere Wahrnehmung der zu betreuenden KlientInnen\u201c (Rabe-Mati\u010devi\u0107 2017, 7). Dies bedeutet, dass Menschen, die selbst Migrationserfahrung haben, besser als Deutsche ohne Migrationshintergrund die Bed\u00fcrfnisse und H\u00fcrden f\u00fcr neu angekommene Gefl\u00fcchtete einsch\u00e4tzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich gibt es im Umkehrschluss auch positive Effekte f\u00fcr die sich engagierenden Menschen mit Migrationshintergrund. Zivilgesellschaftliches Engagement dieser Personengruppe kann als Anzeichen gelungener Integration verstanden werden (Vogel et al. 2017, 602). Im Verst\u00e4ndnis von Robert Putnam l\u00e4sst sich dies als \u201e<em>bridging social capital<\/em>\u201c bezeichnen, dass, in Abgrenzung von dem von Putnam so genannten \u201e<em>bonding social capital<\/em>\u201c die Gruppe der Menschen mit Migrationshintergrund und die der Menschen ohne n\u00e4her zusammenbringt, und somit eine integrative Funktion besitzt (Putnam 2000, zitiert nach Klie 2018, 472). Gerade im Fall von Gefl\u00fcchteten, die sich f\u00fcr neu angekommene Gefl\u00fcchtete engagieren, spielt nach Ansicht von Rabe-Mati\u010devi\u0107 auch h\u00e4ufig die Hoffnung, durch das eigene Engagement eine positive Anerkennung der eigenen Person oder zumindest der eigenen Qualifikationen im neuen Wohnland, eine Rolle (Rabe-Mati\u010devi\u0107 2017, 7). Es ist jedoch nicht jedes ehrenamtliche Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund automatische von integrationsf\u00f6rdernder, im Sinne von Putnam als \u201e<em>bridging<\/em>\u201c zu bezeichnender Natur. Ein Beispiel von Engagement, das prim\u00e4r von Menschen mit Migrationshintergrund betrieben wird, und nicht als integrationsf\u00f6rdernd eingestuft werden muss, ist beispielsweise solches, dass in salafistischen Kontexten stattfindet (Klie 2018, 430).<\/p>\n<p>Man kann zusammenfassend also sagen, dass das ehrenamtliche Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund, die sich im Bereich der Gefl\u00fcchtetenhilfe engagieren, vielfach durch \u00e4hnliche Ph\u00e4nomene gekennzeichnet zu sein scheint, wie jenes von Menschen mit Migrationshintergrund, die sich in anderen Bereich der Zivilgesellschaft engagieren. Es f\u00e4llt allerdings auch auf, dass der hier betrachtete Engagementbereich einen Sonderfall darstellt, da die Menschen mit Migrationshintergrund, die sich in ihm bet\u00e4tigen, einen anderen, pers\u00f6nlicher eingef\u00e4rbten Zugang zu der Thematik haben, als bei den herk\u00f6mmlichen Engagementfeldern.<\/p>\n<h3>Ein Beitrag von Leon Ritter<\/h3>\n<h2><strong>Bibliographie der verwendeten Quellen<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Evers<\/strong>, Adalbert und <strong>Klie<\/strong>, Anna Wiebke (2018), \u201eFl\u00fcchtlinge und Engagement\u201c, in: Klie, Thomas und Klie, Anna Wiebke (Hrsg.), Engagement und Zivilgesellschaft: Expertisen und Debatten zum Zweiten Engagementbericht, Wiesbaden, S. 513-546.<\/p>\n<p><strong>Huth<\/strong>, Susanne (2012), \u201eB\u00fcrgerschaftliches Engagement von \u00e4lteren MigrantInnen\u201c, in: Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung, Altern in der Migrationsgesellschaft, S. 27-31.<\/p>\n<p><strong>Klie<\/strong>, Anna Wiebke (2018), \u201eMigration und Engagement\u201c, in: Klie, Thomas und Klie, Anna Wiebke (Hrsg.), Engagement und Zivilgesellschaft: Expertisen und Debatten zum Zweiten Engagementbericht, Wiesbaden, S. 425-512.<\/p>\n<p><strong>Rabe-Mati\u010devi\u0107<\/strong>, Sandra (2017), \u201eErgebnisbericht der wissenschaftlichen Begleitforschung des Qualifizierungsprojekts von Fl\u00fcchtlingsbegleiterinnen und Fl\u00fcchtlingsbegleitern im Ehrenamt und Sozialbetreuerinnen und Sozialbetreuern als Integrationshelfer f\u00fcr Asylbewerber und Fl\u00fcchtlinge im Hauptamt\u201c, <a href=\"http:\/\/rosdok.uni-rostock.de\/file\/rosdok_document_0000010751\/rosdok_derivate_0000038146\/RabeMaticevic_Ergebnisbericht_2017.pdf\">http:\/\/rosdok.uni-rostock.de\/file\/rosdok_document_0000010751\/rosdok_derivate_0000038146\/RabeMaticevic_Ergebnisbericht_2017.pdf<\/a>, letzter Zugriff: 12. September 2018.<\/p>\n<p><strong>Vogel<\/strong>, Claudia, <strong>Simonson<\/strong>, Julia und <strong>Tesch-R\u00f6mer<\/strong>, Clemens (2017), \u201eFreiwilliges Engagement und informelle Unterst\u00fctzungsleistungen von Personen mit Migrationshintergrund\u201c, in: Vogel, Claudia, Simonson, Julia und Tesch-R\u00f6mer, Clemens (Hrsg.), Freiwilliges Engagement in Deutschland Der Deutsche Freiwilligensurvey 2014, Wiesbaden, S. 601-634.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Blogpost soll dazu dienen, auf dem verlinkten Video aufbauend die Ph\u00e4nomene zu diskutieren, die speziell mit dem ehrenamtlichen Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund oder Migrationserfahrung in der Gefl\u00fcchtetenhilfe zusammenh\u00e4ngen. 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