{"id":334,"date":"2018-01-20T11:34:43","date_gmt":"2018-01-20T10:34:43","guid":{"rendered":"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/?p=334"},"modified":"2018-04-16T16:10:11","modified_gmt":"2018-04-16T14:10:11","slug":"fuer-eine-bessere-welt-politische-ansichten-und-persoenliche-hintergruende-der-nog20-demonstrierenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/?p=334","title":{"rendered":"\u201eF\u00fcr eine bessere Welt\u201c: politische Ansichten und pers\u00f6nliche Hintergr\u00fcnde der #NoG20-Demonstrierenden"},"content":{"rendered":"<p>Am 7. und 8. Juli 2017 schaute die ganze Welt nach Hamburg, wo Deutschland als Gastgeber des G20-Gipfels zum zw\u00f6lften Treffen der 20 einflussreichsten Industrie- und Schwellenl\u00e4nder einlud. Von dem Ereignis selbst bleiben den meisten Menschen nur die Medienberichte \u00fcber Eskalation, Zerst\u00f6rung und Gewalt in Erinnerung, obwohl diese im Vergleich zu den vielseitigen, konstruktiven und friedlichen Protesten nur einen minimalen Anteil darstellen.<\/p>\n<p>Neben einer Vielzahl unterschiedlicher Proteste, zum Beispiel Kunstaktionen, Blockaden oder Gro\u00dfdemonstrationsz\u00fcgen, stand besonders die Abschlussdemonstration am 8. Juli 2017 \u201eGrenzenlose Solidarit\u00e4t statt G20!\u201c im Mittelpunkt des medialen Geschehens (vgl. Haunss et. al. 2017: #NoG20: 1).<\/p>\n<p>Rund 76.000 Menschen (vgl. B\u00fcndnis \u201eGrenzenlose Solidarit\u00e4t statt G20\u201c 2017: online) folgten dem Aufruf eines Zusammenschlusses vieler haupts\u00e4chlich linkspolitisch orientierter Organisationen, B\u00fcndnisse, Initiativen sowie Parteien (vgl. Haunss et. al. 2017: #NoG20: 1) und formulierten ihren Protest in Form einer \u201elauten, bunten und vielf\u00e4ltigen Demonstration\u201c (Grenzenlose Solidarit\u00e4t statt G20 Aufruf o.J. online).<\/p>\n<p>Doch wer sind diese Menschen, die sich an der gr\u00f6\u00dften Protestaktion der #NoG20-Bewegung beteiligt haben und wof\u00fcr stehen sie?<\/p>\n<p>Diese Arbeit soll diesen Demonstrierenden die Aufmerksamkeit zukommen lassen, welche ihnen wegen der starken Fokussierung der Medien auf die Ausschreitungen und die folgende politische Debatte verwehrt blieb. Bestehend aus einer Kombination von qualitativ und quantitativ empirisch erhobenen Daten ist es das Ziel dieser Arbeit, die Frage zu beantworten, was die #NoG20-Demonstrierenden des 8. Juli 2017 ausmacht.<!--more--><\/p>\n<p>Dies soll mit Hilfe einer Analyse der oben erw\u00e4hnten Daten erfolgen. Aufgrund der gro\u00dfen TeilnehmerInnenzahl wird die Demonstration \u201eGrenzenlose Solidarit\u00e4t statt G20!\u201c im Fokus der f\u00fcr diese Arbeit erhobenen Daten und der daraus hervorgehenden Erkenntnisse stehen.<\/p>\n<p>Basis der quantitativen Forschungsergebnisse ist eine Umfrage des Instituts f\u00fcr Protest- und Bewegungsforschung (Haunss et. al. 2017: #NoG20), welche am 8. Juli auf der Gro\u00dfdemo \u201eGrenzenlose Solidarit\u00e4t statt G20!\u201c durchgef\u00fchrt wurde. Das qualitative Forschungsmaterial hingegen entstand auf der Basis der f\u00fcnf von der Autorin durchgef\u00fchrten qualitativen Interviews mit Demonstrierenden, die eben diese Gro\u00dfdemonstration besuchten.<\/p>\n<p>Ein Vorteil von quantitativen Studien ist, dass sie einen relevanten und repr\u00e4sentativen Einblick in beispielsweise die sozio-demographische Struktur von Protestierenden, ihre Motive und politischen Einstellungen erm\u00f6glichen. Ein Nachteil quantitativer Studien ist dementsprechend, dass sie immer nur einen verk\u00fcrzten Einblick in die politischen Weltbilder und pers\u00f6nlichen Hintergr\u00fcnde der Beteiligten liefern. Um diese methodisch bedingte L\u00fccke in der Datenerhebung zu f\u00fcllen, werden in dieser Arbeit quantitative Daten mit qualitativen Interviews erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>Die quantitativen Ergebnisse, welche hier durch die qualitativen Interviews erg\u00e4nzt werden, stammen aus dem Forschungsbericht des Instituts f\u00fcr Protest- und Bewegungsforschung \u201e#NoG20 \u2013 Ergebnisse der Befragung von Demonstrierenden und der Beobachtung des Polizeieinsatzes\u201c (Haunss et. al. 2017: #NoG20).<\/p>\n<p>Proteste an sich sind haupts\u00e4chlich ein \u201eAusdruck f\u00fcr die Unzufriedenheit mit politischen Institutionen, ihren Entscheidungen sowie gesellschaftlichen und sozialen Missst\u00e4nden\u201c (\u00d6zt\u00fcrk 2012: online). Sie stellen<\/p>\n<p>\u201e[j]enseits von Wahlen, dem institutionalisierten Instrument, um in Demokratien die Zusammensetzung der Akteure des Zentrums zu bestimmen, und jenseits der konventionellen Methoden, Interessen in Parlamenten durch Opposition und gegen\u00fcber den Parteien, Regierungen und Ministerialb\u00fcrokratien durch Lobbyismus zu verfolgen, [\u2026] ein Mittel dar, den demokratischen Betrieb von au\u00dfen zu irritieren und zu beeinflussen\u201c (Neidhardt und Rucht 2001, 28-29).<\/p>\n<p>Obwohl Proteste als Ausdruck von Meinungsfreiheit einen festen Bestandteil unseres politischen Systems darstellen, ist verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenig \u00fcber ihre Entstehung, Entwicklung und Wirkung bekannt (vgl. Rucht 2001, 7). \u00a0Im Vergleich zu anderen sozialen, \u00f6konomischen und politischen Ph\u00e4nomenen existiert eine weniger detaillierte und institutionalisierte Datenerfassung, was das Sammeln und Verarbeiten von Forschungsmaterial, auf das sich die Protest- und Bewegungsforschung berufen kann, erheblich erschwert. (vgl. Rucht 2001, 7)<\/p>\n<p>Erst 1993 mit dem Forschungsprojekt \u201ePRODAT-Dokumentation und Analyse von Protestereignissen in der Bundesrepublik\u201c, welches von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und sp\u00e4ter dem Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialwissenschaften (WZB) gef\u00f6rdert und finanziert wurde, entstand eine Datenbank mit Forschungsergebnissen \u00fcber Proteste in der Bundesrepublik Deutschland von 1950 bis 2002. (vgl. Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung o.J.: online). \u00a0Als Forschungsmethode diente eine quantitative Inhaltsanalyse, welche auf Berichten der S\u00fcddeutschen Zeitung und der Frankfurter Rundschau basierte, sowie einer Stichprobe, welche in bestimmten Abst\u00e4nden wiederholt durchgef\u00fchrt wurde. (vgl. Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung o.J.: online) Das Projekt lieferte erste zentrale Ergebnisse bez\u00fcglich der Protestforschung. Laut Prodat (Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung o.J.: online) sei die Anzahl von Protestereignissen in Deutschland generell hoch und nehme im Laufe der Zeit zu, Protestakteure w\u00fcrden zunehmend informeller, die Themen differenzierter und die Protestteilnehmer zeichneten sich durch eine gr\u00f6\u00dfere soziale Heterogenit\u00e4t aus. Zudem stieg der Anteil gewaltf\u00f6rmiger Proteste an (vgl. Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung o.J.: online).<\/p>\n<p>Seit 2012 widmet sich das Institut f\u00fcr Protest- und Bewegungsforschung (IPB) der \u201esozialwissenschaftlichen Forschung zu Protesten, sozialen Bewegungen und ihrem Wechselverh\u00e4ltnis zur Demokratie\u201c (Institut f\u00fcr Protest- und Bewegungsforschung o.J.a: online). Als Netzwerkinstitut f\u00f6rdert das IPB neben eigenst\u00e4ndigen Forschungsprojekten die wissenschaftliche Zusammenarbeit von Forschenden, sowie Kooperationen mit au\u00dferuniversit\u00e4ren Forschungseinrichtungen und Universit\u00e4ten (vgl. Institut f\u00fcr Protest- und Bewegungsforschung o.J.a: online). In Folge dessen ver\u00f6ffentlicht das IPB Forschungsarbeiten in Form von \u00f6ffentlich-zug\u00e4nglichen working-papers (vgl. Institut f\u00fcr Protest- und Bewegungsforschung o.J.a: online) und anderen Publikationen, welche sich auf verschiedene Bereiche und Themen der Protest- und Bewegungsforschung beziehen (vgl. Institut f\u00fcr Protest- und Bewegungsforschung o.J.b: online).<\/p>\n<p>Der Ver\u00f6ffentlichung \u201e#NoG20. Ergebnisse der Befragung von Demonstrierenden und der Beobachtung des Polizeieinsatzes\u201c (vgl. Haunss et. al. 2017: online) gingen bereits Demonstrationsbefragungen von anderen Protestereignissen voran wie den \u201eMontagsmahnwachen f\u00fcr den Frieden\u201c (vgl. Daphi et. al. 2014: online), der Demonstration \u201eTTIP &amp; CETA stoppen. F\u00fcr einen gerechten Welthandel!\u201c am 10. Oktober in Berlin (vgl. Daphi et. al. 2015a: online) und der 12. Protestmarsch der \u201cPatriotischen Europ\u00e4er gegen die Islamisierung des Abendlandes\u201d (PEGIDA) in Dresden (Daphi et. al. 2015b: online). Andere Ver\u00f6ffentlichungen wie \u201eZwischen Emphase und Aversion. Gro\u00dfdemonstrationen in der Medienberichterstattung\u201c (vgl. Teune et. al. 2017: online) oder \u201eProtestereignisse und Video\u00fcberwachung. Eine ethnographische Studie\u201c (vgl. Knopp und M\u00fcller-Sp\u00e4th 2017: online) fokussieren sich auf den Umgang mit Protesten.<\/p>\n<p>Diese Arbeit besteht aus zwei Kapiteln. Das erste Kapitel <a href=\"#Positionierung\"><strong>Positionierung und Anliegen der #NoG20-Demonstrierenden bez\u00fcglich des G20-Gipfels<\/strong><\/a> besch\u00e4ftigt sich mit den <a href=\"#Hauptthemen\"><strong><em>Hauptthemen der #NoG20-Demonstrierenden<\/em><\/strong><\/a>, die f\u00fcr die Demonstrierenden von besonderer Bedeutung waren. Im weiteren Verlauf des Kapitels werden die <a href=\"#Einstellungen\"><strong><em>Einstellungen der Demonstrierenden zu den G20 <\/em><\/strong><\/a>thematisiert.<\/p>\n<p>Das zweite Kapitel <a href=\"#biographischer Hintergrund\"><strong>Biographischer Hintergrund der #NoG20-Demonstrierenden <\/strong><\/a>besch\u00e4ftigt sich zu Beginn mit den\u00a0<a href=\"#Demokratie\"><strong><em>Einstellungen zu Demokratie und politischer Praxis der #NoG20-Demonstrierenden<\/em><\/strong><\/a>. Des Weiteren wird die <a href=\"#Selbsteinsch\u00e4tzung\"><strong><em>Politische Selbsteinsch\u00e4tzung der #NoG20-Demonstrierenden<\/em><\/strong><\/a> thematisiert, also sich mit der Frage auseinandergesetzt, wo die Demonstrierenden sich selbst im politischen Spektrum verorten. Es folgt ein Einblick in die Themenbereiche <a href=\"#Politisches\">\u201a<strong><em>Politisches Engagement der #NoG20-Demonstrierenden<\/em><\/strong>\u2018<\/a> und <a href=\"#Soziales\">\u201a<strong><em>Soziales Engagement und hauptberuflicher Einsatz f\u00fcr die Gesellschaft der #NoG20-Demonstrierenden<\/em><\/strong>\u2018<\/a>. Der Beitrag schlie\u00dft mit einem <a href=\"#Fazit\"><strong>Fazit<\/strong> <\/a>ab.<\/p>\n<p>Wie an der Auswahl der relevanten Themenbereiche dieser Arbeit zu erkennen ist, orientieren diese sich ebenfalls haupts\u00e4chlich an den Inhalten des working papers des Instituts f\u00fcr Protest- und Bewegungsforschung (vgl. Haunss et. al. 2017: #NoG20), da dieses die quantitative Datenbasis dieser Arbeit darstellt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/?attachment_id=427\" rel=\"attachment wp-att-427\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-427\" src=\"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/0005-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/0005-212x300.jpg 212w, https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/0005-768x1086.jpg 768w, https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/0005-724x1024.jpg 724w, https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/0005-624x882.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Kapitel I) <\/strong><\/p>\n<p><strong><a id=\"Positionierung\"><\/a>Positionierung und Anliegen der #NoG20-Demonstrierenden bez\u00fcglich des G20-Gipfels<\/strong><\/p>\n<p><strong><em><a id=\"Hauptthemen\"><\/a>Hauptthemen der #NoG20 Demonstrierenden<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Abbildung-6-png.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-336\" src=\"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Abbildung-6-png-300x169.png\" alt=\"\" width=\"565\" height=\"318\" srcset=\"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Abbildung-6-png-300x169.png 300w, https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Abbildung-6-png-768x432.png 768w, https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Abbildung-6-png-1024x576.png 1024w, https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Abbildung-6-png-624x351.png 624w, https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Abbildung-6-png.png 1118w\" sizes=\"auto, (max-width: 565px) 100vw, 565px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(Haunss et. al. 2017: #NoG20: 11, Abbildung 6)<\/p>\n<p>Besch\u00e4ftigt man sich mit der politischen Einstellung der #NoG20-Demonstrierenden, so ist f\u00fcr ein Grundverst\u00e4ndnis ihres Protests besonders wichtig zu wissen, welche politischen und sozialen Themen f\u00fcr die Demonstrierenden \u00fcberhaupt wichtig sind. Wie in der obigen Grafik zu erkennen ist, gab es bestimmte Themen und Motive, die f\u00fcr die Demonstrierenden besonders wichtig waren (vgl. Haunss et. al. 2017: #NoG20: 11 online). F\u00fcr die Demonstrierenden des 08. Juli 2017 waren die drei relevantesten Themen \u201aDemokratie und Menschenrechte\u2018 mit ca. 48%. Es folgen \u201aSoziale Gerechtigkeit\u2018 mit ca. 46% und \u201aArmut und Hunger\u2018 mit ca. 35%. Zwischen 26% und 32% liegen die Themen \u201aGlobalisierung und Welthandel\u2018 (ca. 32%), \u201aSexismus\u2018 (ca. 31%); \u201aFrieden\u2018 (ca. 28%), \u201aFlucht und Migration\u2018 (ca. 27%) sowie \u201aEurop\u00e4ische Krisenpolitik\u2018 (ca. 26%) und \u201aKolonialismus und Imperialismus\u2018 (26%) (vgl. Haunss et. al. 2017: #NoG20: 11 online).<\/p>\n<p>Betrachtet man diese Motive mit Blick auf ihre Substanz genauer, so stehen besonders die Themenbereiche \u201aArmut und Hunger\u2018; \u201aFrieden\u2018 sowie \u201aFlucht und Migration\u2018 und \u201aEurop\u00e4ische Krisenpolitik\u2018 sachlich-inhaltlich in Bezug zueinander. Auch die Interviewten \u00e4u\u00dfern sich zu diesen Themen meist im Zusammenhang. Aus ihrer Sicht \u201egeht einiges schief, ob das jetzt [die] [\u2026] verfehlte Fl\u00fcchtlingspolitik von Deutschland und [der] EU ist\u201c (Interview C: 12.09.2017) oder<\/p>\n<blockquote><p>\u201eob das jetzt Kim Jong-Un ist [\u2026] und der Irak- und der Syrienkrieg und der ist [\u2026] ja auch seit mehreren Jahren. Es gibt so viele Brennpunkte momentan, Nahostkonflikt und so weiter, ja und das sind ja nur die Sachen, wo die westlichen Medien drauf schauen, da gibt es ja noch viel mehr\u201c (Interview C: 12.09.2017).<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Thema \u201aKolonialismus und Imperialismus\u2018 ist f\u00fcr das Verstehen der Wahrnehmung der Weltordnung der befragten Demonstrierenden sehr wichtig. So stellt eine Interviewpartnerin heraus, dass man \u201eeinfach immer noch [\u2026] das Gef\u00fchl [habe] [\u2026], dass es da um [\u2026] eine Unterscheidung zwischen ehemals kolonialisierten und kolonialisierenden L\u00e4ndern\u201c gehe (Interview E: 23.09.2017), die durch das Gipfeltreffen deutlich symbolisiert wird.<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich des Themenbereichs \u201aSoziale Gerechtigkeit\u2018 wird von einer Interviewpartnerin die Meinung vertreten,<\/p>\n<blockquote><p>\u00a0\u201edass so jeder Mensch voll wertvoll ist und [\u2026] [es] motivieren dann halt auch Ungerechtigkeiten zum Beispiel, dass einige Menschen mehr Privilegien haben, als die anderen und diese Ungerechtigkeit ist halt wichtig sichtbar zu machen, aber irgendwie halt auch aufzuheben, auch wenn das mega schwer ist\u201c (Interview B: 11.09.2017).<\/p><\/blockquote>\n<p>Dies kann man auch auf die Kategorie \u201aGlobalisierung und Welthandel\u2018 beziehen; so stehen dort besonders \u201eglobale Gerechtigkeit [und die] Bek\u00e4mpfung der Ausbeutung in Entwicklungsl\u00e4ndern\u201c (Interview E: 23.09.2017) im Mittelpunkt.<\/p>\n<p>Ein weiterer Punkt, der zwar bei den quantitativen Umfragen weniger relevant war, allerdings die Interviewten sehr stark besch\u00e4ftigte, war das Thema \u201aUmweltschutz und Nachhaltigkeit\u2018 (ca. 16%) (vgl. Haunss et. al. 2017: #NoG20: 11). Dies liegt eventuell an der Zusammensetzung und Auswahl der InterviewpartnerInnen. In den Einzelinterviews wird deutlich, dass die (Welt-)politik in der Verantwortung gesehen wird, etwas gegen den Klimawandel zu tun. \u201e[E]s wird halt immer brenzliger und wichtiger, dass da was getan wird gegen den [\u2026] Klimawandel\u201c (Interview D: 15.09.2017). Man sieht die G20\u00a0 und \u201eirgendwo die Politik und auch die Weltpolitik in einer recht gro\u00dfen Verantwortung\u201c (Interview D: 15.09.2017). Der G20-Gipfel sei zudem aus Klimasicht zu hinterfragen,<\/p>\n<blockquote><p>\u201evor allem, wenn man sich die ganzen Wirtschaftsm\u00e4chte anguckt, die dahingehen. Wenn es Amerika ist, die jetzt [\u2026] aus dem Klimaabkommen aussteigen, ob es China ist mit dem gr\u00f6\u00dften CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df weltweit und Deutschland ist auch nicht gerade gut dabei also gr\u00f6\u00dfte CO<sub>2<\/sub>-Quelle hier in NRW mit dem Tagebau\u201c (Interview C: 12.09.2017).<\/p><\/blockquote>\n<p>Es werde \u201eunglaublich wenig \u00fcber [\u2026] die Natur, \u00fcber die Umwelt gesprochen, \u00fcber Umweltprobleme und es geht halt [\u2026] einfach viel zu sehr eben um [\u2026] Wirtschaftspolitik\u201c (Interview E: 23.09.2017).<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist hier somit besonders die Vielseitigkeit der Themenbereiche, welche f\u00fcr die Demonstrierenden von Interesse sind. Es wird sich nicht auf ein zentrales Einzelthema\u00a0 bezogen, sondern eher das Gesamtbild der politischen, sozialen und \u00f6konomischen Umst\u00e4nde gesehen. Daraus l\u00e4sst sich schlie\u00dfen, dass die Demonstrierenden eine vielseitig politisch interessierte Gruppierung darstellen, die das globale und politische Geschehen besonders vor dem Hintergrund der Politik der G20 sehr kritisch sehen. Bereits hier zeichnet sich eine Unzufriedenheit mit den momentanen Zust\u00e4nden der globalisierten Welt ab.<\/p>\n<p><strong><em><a id=\"Einstellungen\"><\/a>Einstellungen der Demonstrierenden zu den G20 <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Basierend auf der Erkenntnis, dass es bestimmte Brennpunkt-Themen f\u00fcr die Demonstrierenden gibt, folgt nun die Beurteilung des politischen Umgangs der G20 mit diesen Missst\u00e4nden aus der Sicht der Demonstrierenden. Betrachtet man die Bewertung von aktuellen internationalen Konflikten und Krisen, so geht aus dem Forschungsbericht des Instituts f\u00fcr Protest- und Bewegungsforschung deutlich hervor, dass ein Gro\u00dfteil der Demonstrierenden die G20 und deren Politik daf\u00fcr \u201everantwortlich mach[en]\u201c (Haunss et. al. 2017: #NoG20: 13). So sehen auf der Demonstration \u201eGrenzenlose Solidarit\u00e4t statt G20!\u201c 53,9% der Demonstrierenden die Schuld f\u00fcr globale Probleme und Missst\u00e4nde bei den G20-Staaten (vgl. Haunss et. al. 2017: #NoG20: 13)<\/p>\n<p>Auch in den Interviews wird diese Meinung vertreten und steht oft im Mittelpunkt; so \u00e4u\u00dferten die Demonstrierenden in den Interviews beispielsweise den Wunsch, dass die G20<\/p>\n<blockquote><p>\u201eso langsam realisieren, dass sie mit der Politik, die sie im Moment fahren [\u2026] nicht die n\u00e4chsten 50 Jahre weitermachen k\u00f6nnen. Weil das eben irgendwann gegen die Wand f\u00e4hrt, [\u2026] weil da [\u2026] die Politik, wie sie gemacht wird von den m\u00e4chtigsten M\u00e4nnern und Frauen der Welt auf Kosten von Umwelt und den normalen [\u2026] B\u00fcrgerInnen l\u00e4uft\u201c (Interview D: 15.09.2017).<\/p><\/blockquote>\n<p>Ausl\u00f6ser f\u00fcr die Entscheidung zur Teilnahme an den #NoG20-Demos waren bei einer Interviewpartnerin<\/p>\n<blockquote><p>\u201edie weiterandauernden Konflikte und Kriege, die gef\u00fchrt werden. Ja zum Beispiel in [\u2026] Syrien, im Irak, ja in anderen L\u00e4ndern, aber auch afrikanischen L\u00e4ndern. Dann ist so ein Punkt der [\u2026] Flucht auf jeden Fall, der mich bewegt, wo ich einfach finde, dass das ganze Thema falsch angegangen wird und eben wenig auf die ganzen Ursachen von Flucht geschaut wird, ob das jetzt zunehmender Waffenexport anstatt [\u2026] jegliche Bek\u00e4mpfung von Kriegen an den Wurzeln [ist]\u201c (Interview B: 11.09.2017).<\/p><\/blockquote>\n<p>Insgesamt ist es auff\u00e4llig, dass sich die Interviewten mehrheitlich deutlich antagonistisch gegen\u00fcber dem G20-Gipfel an sich \u00e4u\u00dferten. Sie kritisieren somit nicht nur die Politik, die von den G20 betrieben wird, sondern stehen dem Konzept der Gemeinschaft der 20 wirtschaftlich st\u00e4rksten L\u00e4nder generell kritisch gegen\u00fcber. So wird beispielsweise kritisiert, dass<\/p>\n<blockquote><p>\u201ehalt ja der G20-Gipfel von sich selbst sagt, dass sie die 20 m\u00e4chtigsten L\u00e4nder einladen, die 20 m\u00e4chtigsten Menschen sozusagen. Und das ist, finde ich, halt schon eine arrogante Aussage, das ist halt schon so krass irgendwie, dass man irgendwie von, wei\u00df ich nicht, ich glaube, es gibt ja 160 L\u00e4nder oder was, dass man einfach ja davon ausgeht \u201aJa ok, wir sind aber die wichtigsten und deswegen haben wir alles zu entscheiden\u2018. [\u2026] Das st\u00f6rt mich einfach, dass es da so eine Arroganz gibt (Interview: E: 23.09.2017).<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Rede ist unter anderem von \u201eeine[r] Politik der Ausgrenzung [\u2026]\u201c (Interview B: 11.09.2017) zumal<\/p>\n<blockquote><p>\u201edieses Konzept der G20-Treffen nicht einleuchtend ist, dass da ja Staaten, die ja wirtschaftlich eindeutig in diesem ganzen so auf Geld basierenden System eh schon eine hohe Stellung haben, aber auch jetzt alleine \u00fcber [\u2026] etwas entscheiden [\u2026] und dass diese Politik einfach unglaublich schrecklich und unsolidarisch und irgendwie auch zum Teil menschenverachtend\u201c (Interview B: 11.09.2017) sei.<\/p><\/blockquote>\n<p>Stattdessen wird es von den Demonstrierenden eher begr\u00fc\u00dft, \u201ewenn sich Politiker in Kleingruppen treffen oder in Arbeitsgruppen, aber dann [\u2026] thematisch und dann nicht gesagt wird, dass sich jetzt 20 in Anf\u00fchrungszeichen reiche L\u00e4nder treffen.\u201c\u00a0 (Interview B: 11.09.2017) Auch werde die Gesellschaftsordnung, die die G20 repr\u00e4sentieren, abgelehnt, so st\u00fcnden die Vertreter der G20 \u201ehalt auch f\u00fcr eine Gesellschaftsform, in der halt auch die Verwertung irgendwie von Menschen, von Waren, von Geld halt irgendwie das Zentrale ist\u201c (Interview A: 07.09.2017).<\/p>\n<p><strong><a id=\"biographischer Hintergrund\"><\/a>Kapitel II: Biographischer Hintergrund der #NoG20-Demonstrierenden<\/strong><\/p>\n<p><strong><em><a id=\"Demokratie\"><\/a>Einstellungen zu Demokratie und politischer Praxis<\/em><\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Idee der Demokratie generell von 88% der befragten Demonstrierenden vertreten wird und somit als gew\u00fcnschtes Regierungsmodell begr\u00fc\u00dft werde, sei es besonders auff\u00e4llig, dass nur 21% der Demonstrierenden mit der Ausf\u00fchrung und der Bewertung \u201edes tats\u00e4chlichen Funktionierens der Demokratie\u201c (Haunss et. al. 2017: #NoG20: 15) momentan wirklich zufrieden seien (vgl. Haunss et. al. 2017: #NoG20: 15).<\/p>\n<p>Diese Erkenntnis wird noch interessanter, wenn man das Vertrauen der Demonstrierenden in Institutionen und Tr\u00e4gergruppen der repr\u00e4sentativen Demokratie n\u00e4her betrachtet. So ist auff\u00e4llig, dass 47,6% der Demonstrierenden den Parteien nur wenig Vertrauen schenkten und 57,3% der Demonstrierenden der Regierung relativ wenig Vertrauen entgegenbr\u00e4chten. (vgl. Haunss et. al. 2017: #NoG20: 16). Unter den Demonstrierenden herrscht somit eine auff\u00e4llig hohe Unzufriedenheit in Bezug auf die praktische Ausf\u00fchrung der Demokratie (vgl. Haunss et. al. 2017: #NoG20: 15).<\/p>\n<p>Auch die interviewten Demonstrierenden \u00e4u\u00dfern sich der momentanen parteipolitischen Situation und Regierung gegen\u00fcber kritisch. So verlautet ein Interviewpartner, dass er \u201edas Vertrauen in [\u2026] Parteipolitik weitestgehend verloren\u201c (Interview A: 07.09.2017) hat.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eJa, es ist ein bisschen schwierig, weil ich eigentlich kein also\u2026 kein Fan von [\u2026] der bestehenden Parteipolitik bin, weil ich mich durch keine Partei zu 100% [eben vertreten f\u00fchle], was nat\u00fcrlich auch nicht m\u00f6glich ist, aber das ist eben auch mein Problem [\u2026]\u201c (Interview D: 15.09.2017),<\/p><\/blockquote>\n<p>klagt ein Demonstrierender. Es werde \u201enichts getan, um mehr auf die B\u00fcrgerInnen einzugehen\u201c (Interview D: 15.09.2017) und man \u201everstehe nicht ganz, wieso man [die Politik] darauf nicht [\u2026] reagiert\u201c (Interview D: 15.09.2017).<\/p>\n<p>Die Unzufriedenheit und das Misstrauen in die derzeitige Politik zeigt besonders auch der Wunsch \u201edie direkte Demokratie weiter auszubauen\u201c (Interview D: 15.09. 2017).<\/p>\n<p>Dieses Anliegen verdeutlicht auch, dass die Demonstrierenden ein aktives Verst\u00e4ndnis von einer Demokratie haben, so verbinden sie die Demokratie besonders auch mit einer Verantwortung der B\u00fcrger selbst f\u00fcr das politische Geschehen. So sei es eines Interviewpartners zufolge besonders die<\/p>\n<blockquote><p>\u201e\u00dcberzeugung, dass es einfach eine Notwendigkeit ist, dass wir politisch und sozial aktiv sind, weil ohne, dass eben die B\u00fcrgerInnen in einem Land irgendwie politisch und sozial aktiv w\u00e4ren, w\u00fcrde [\u2026] die Demokratie eben nicht funktionieren, wie sie funktionieren soll. [\u2026] Zum politischen Engagement geh\u00f6rt eben nicht nur, dass man w\u00e4hlen geht, sondern eben noch viel mehr, wie eben Demonstrationen und etc.\u201c (Interview D: 15.09.2017).<\/p><\/blockquote>\n<p>So dr\u00fcckt Person E ihren Beweggrund folgenderma\u00dfen aus:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eselbstverst\u00e4ndlich, dass sobald ich mir dar\u00fcber bewusstwerde, dass da irgendwie ein Fehlstand ist [\u2026] in der jetzigen Politik [\u2026], dass man dann sozusagen aufschreit, ne? [\u2026]. [D]ann m\u00f6chte ich halt nicht einfach nur danebenstehen, sondern [\u2026] auch wenn es vielleicht ein bisschen aussichtslos erscheint, aber dann m\u00f6chte ich halt wenigstens das Gef\u00fchl haben, ich bin in der Bewegung gegen diese Ungerechtigkeit. So habe ich irgendwas getan\u2026\u201c (Interview E: 23.09.2017).<\/p><\/blockquote>\n<p>W\u00e4hrend die Demonstrierenden selbst eine aktive L\u00f6sung und Konfrontation f\u00fcr ihre Unzufriedenheit mit den politischen Umst\u00e4nden suchen und diese in politisches und soziales Engagement und Potential umwandeln, ist ihnen zugleich bewusst, dass die Unzufriedenheit bei anderen B\u00fcrgern, die nicht so aktiv eingestellt sind, dazu f\u00fchrt, dass \u201eeben viele Menschen [\u2026] die Politik einfach nicht ernst nehmen, weil sie nicht sehen, was es ihnen \u00fcberhaupt bringt\u201c (Interview E: 23.09.2017). So sei man sich bewusst, \u201edass es einen hohen Prozentsatz an Nichtw\u00e4hlern gibt, dass eben die Politikverdrossenheit in unserem Land, wie sie immer genannt wird, sehr hoch ist\u201c (Interview D: 15.09.2017).<\/p>\n<p>Man kann somit festhalten, dass das politische Verst\u00e4ndnis von Demokratie der Demonstrierenden sehr aktiv und konstruktiv ist, mit dem Willen auch selbst anzupacken. Trotz aller Kritik an den G20 und den momentanen politischen Umst\u00e4nden sehen sich die Demonstrierenden selbst und alle anderen B\u00fcrgerInnen auch in einer gro\u00dfen Verantwortung f\u00fcr das politische Geschehen und werden selbst aktiv f\u00fcr eine Verwirklichung ihrer politischen, sozialen und \u00f6konomischen Vorstellungen, Meinungen und f\u00fcr eine gerechtere Politik.<\/p>\n<p><strong><em><a id=\"Selbsteinsch\u00e4tzung\"><\/a>Politische Selbsteinsch\u00e4tzung der #NoG20-Demonstrierenden<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Wie erwartet zeigen die quantitativen Ergebnisse der Umfrage, dass sich der Gro\u00dfteil der Demonstrierenden des 08. Juli 2017 links der Mitte auf einer Links-Rechts-Skala des politischen Spektrums einordnet. Ganze 86,5% positionieren sich klar im linken Bereich des politischen Spektrums (vgl. Haunss et. al. 2017: #NoG20: 16). Auch die befragte Person D sagt von sich selbst, dass sie \u201ein der linken Ecke auf jeden Fall aktiv\u201c (Interview E: 23.09.2017) sei und die interviewte Person A fokussiert sich darauf \u201elinke emanzipatorische Inhalte [\u2026] [zu] vertreten\u201c (Interview A: 07.09.2017).<\/p>\n<p>W\u00e4hrend diese Erkenntnis nicht sonderlich \u00fcberraschend ist, ist es umso interessanter zu sehen, welchen Bewegungen sich die Demonstrierenden zugeh\u00f6rig f\u00fchlen. So sehen sie sich selbst als \u201eTeil der Mensch-Bewegung, also die irgendwie f\u00fcr Mensch-Sein k\u00e4mpfen ohne nationale oder ja [\u2026] sagen wir ohne nationale Gedanken, also im Weltb\u00fcrgertum denken\u201c (Interview B: 11.09.2017). Weitere Bewegungen sind klar der \u201eUmweltschutz [und die] Klimabewegung\u201c (Interview C: 12.09.2017) aber auch \u201eimmer wieder soziale Themen und so Themen wie Antirassismus, globale Gerechtigkeit und so weiter\u201c (Interview C: 12.09.2017).<\/p>\n<p><strong><em><a id=\"Politisches\"><\/a>Politisches Engagement der #NoG20-Demonstrierenden<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Besonders auff\u00e4llig ist bei der Betrachtung des politischen Engagements der #NoG20-Demonstrierenden, dass diese \u00fcber viel Protesterfahrung verf\u00fcgten. So seien besonders die TeilnehmerInnen der Demo \u201eGrenzenlose Solidarit\u00e4t statt G20!\u201c protesterfahrener als die Teilnehmer anderer Anti-G20-Demos (vgl. Haunss et. al. 2017: #NoG20: 19).<\/p>\n<p>Dies spiegelt sich auch in den gef\u00fchrten Interviews wider. So erz\u00e4hlten die Interviewten beispielsweise von Teilnahmen an \u201eder COP in Paris und bei der Klimakonferenz 2015\u201c (Interview E: 23.09.2017), \u201eAnti-Atomkraft-Protesten [\u2026] 2010\/2011\u201c (Interview E: 23.09.2017), \u201eBildungsprotesten, damals der Bildungsstreik\u201c (Interview A: 07.09.2017), \u201eProtest gegen Neonazis\u201c (Interview A: 07.09.2017), die \u201eBlockupy-Proteste 2013\u201c (Interview A: 07.09.2017) sowie der \u201eAnti-TTIP-Demo\u201c (Interview C: 12.09.2017) oder Demonstrationen in Form von \u201eFlashmobs\u201c (Interview B: 11.09.2017).<\/p>\n<p>Man kann somit festhalten, dass bez\u00fcglich der Teilnahme an den #NoG20-Demos bereits eine Vorgeschichte des politischen Engagements von Seiten der Demonstrierenden existiert und die Demonstrierenden bereits seit l\u00e4ngerer Zeit auf Demonstrationen politisch aktiv sind.<\/p>\n<p><strong><a id=\"Soziales\"><\/a>Soziales Engagement und hauptberuflicher Einsatz f\u00fcr die Gesellschaft<\/strong><\/p>\n<p>Wie oben bereits erw\u00e4hnt, suchen die #NoG20-Demonstrierenden eine aktive Auseinandersetzung mit den Missst\u00e4nden in der Gesellschaft und reagieren mit konstruktiver Beteiligung am gesellschaftlichen Geschehen. Im Zentrum steht hier die Frage, inwiefern sich Demonstrierende auch \u00fcber die Teilnahme an Protesten hinaus zivilgesellschaftlich einbringen und inwiefern sich das auch in ihrer beruflichen Laufbahn widerspiegelt.<\/p>\n<p>So zeigt sich zun\u00e4chst, dass die meisten interviewten Demonstrierenden, welche hauptberuflich in sozialen Bereichen arbeiten, auch nebenbei noch zus\u00e4tzlich ehrenamtlich aktiv sind. So ist eine der interviewten Personen zum Beispiel hauptberuflich bei einer Umweltorganisation t\u00e4tig und zus\u00e4tzlich ehrenamtlich bei einer anderen Umweltorganisation und einigen anderen kleinen unabh\u00e4ngigen Projekten. Eine andere interviewte Person arbeitet mit jungen Leuten in einem \u201eentwicklungspolitische[n] Netzwerk [\u2026] und [ist] ansonsten [\u2026] ein bisschen in B\u00fcndnissen oder Gruppen auch gegen \u201aRechts\u2018 unterwegs\u201c (Interview B: 11.09.2017).<\/p>\n<p>Organisiert werden \u201eVeranstaltungen oder Aktionen, die oft so einen globalen Bezug haben. Beim Thema, was hat unser Handeln vor Ort mit Arbeitsbedingungen oder anderen wirtschaftlichen Beziehungen in anderen L\u00e4ndern zu tun\u201c (Interview B: 11.09.2017). Des Weiteren wurden zum \u201eWeltfl\u00fcchtlingstag [\u2026] eine Solidarit\u00e4tsaktion [\u2026] organisiert [\u2026] oder [\u2026] Kleidertausch-Caf\u00e9s, wo [\u2026] halt auch auf die Arbeitsbedingungen so einer Kleiderindustrie\u201c (Interview B: 11.09.2017) hingewiesen wird.<\/p>\n<p>Einige Interviewte berichten zudem, dass sie zum Beispiel bereits zu<\/p>\n<blockquote><p>\u201eSchulzeit[en] eben bei [\u2026] [einer] Jugendinitiative\u201c (Interview E: 23.09.2017) aktiv waren und\/oder anschlie\u00dfend \u201eeinen Bundesfreiwilligendienst\u201c (Interview E: 23.09.2017) oder \u201eein freiwilliges [\u2026] Jahr absolviert[en]\u201c (Interview C: 12.09.2017).<\/p><\/blockquote>\n<p>Insgesamt ist das Engagement der Demonstrierenden sehr vielseitig: es reicht von Aktivit\u00e4ten im Bereich globaler Entwicklungspolitik wie zum Beispiel \u201eInformationsveranstaltungen [\u2026] meistens zu Konsum\u201c (Interview E: 23.09.2017), \u00fcber Umweltschutz \u201ezum Beispiel Aktionen zu Massentierhaltung\u201c (Interview E: 23.09.2017), \u201eAnti-Plastik-Aktionen\u201c (Interview C: 12.09.2017) bis hin zu Aktionen im \u201eantifaschistischen Kontext\u201c (Interview E: 23.09.2017) oder Informationsveranstaltungen im Rahmen von Hochschulpolitik. Im Mittelpunkt steht auch das Engagement f\u00fcr Gefl\u00fcchtete, dieses stehe bei einem Interviewpartner besonders vor dem Hintergrund<\/p>\n<blockquote><p>\u201eGefl\u00fcchteten die M\u00f6glichkeit zu geben, dass sie sich [\u2026] irgendwie selber [\u2026] organisieren [\u2026] und daf\u00fcr zu sorgen, dass Menschen hier vern\u00fcnftig ankommen k\u00f6nnen. Dass sie halt nicht irgendwie beispielsweise auf den \u00c4mtern oder so halt einfach so abgeb\u00fcgelt werden\u201c (Interview A: 07.09.2017).<\/p><\/blockquote>\n<p>Im Hinblick auf den Kampf gegen Rassismus und Nationalismus gehe es einem Interviewpartner beispielsweise darum \u201eNeonazis vor Ort halt irgendwie kleinzuhalten [und] [\u2026] was sie halt tun, zu beobachten\u201c (Interview A: 07.09.2017). Dazu geh\u00f6rt auch die Teilnahme an Demonstrationen gegen \u201aRechts\u2018.<\/p>\n<p>Besonders wichtig sei laut einer weiteren Interviewpartnerin allerdings, unabh\u00e4ngig von einem bestimmten Themenbereich, dass man \u201eirgendwie dazu mobilisiert, auch Leute, die da sonst nicht so aktiv sind\u201c (Interview E: 23.09.2017), sich ebenfalls zu engagieren oder sich politisch \u00fcber ihre eigene Verantwortung f\u00fcr die Zust\u00e4nde und die Politik bewusst zu werden.<\/p>\n<p>Man kann somit sagen, dass die von den Demonstrierenden \u00fcber die Beteiligung an Protesten hinaus verfolgten ehrenamtlichen T\u00e4tigkeiten genau so vielf\u00e4ltig sind wie ihre politischen Interessen selbst. Von einem Demonstrierenden exemplarisch herausgestellte Ziele sind \u201eauf jeden Fall [\u2026] eine solidarische Gesellschaft, eine tolerante Gesellschaft, eine Gesellschaft mit weniger Diskriminierung, ob es jetzt Rassismus, Klassismus oder was auch immer ist und ja [\u2026] globale Gerechtigkeit\u201c (Interview C: 12.09.2017). Auch \u201eRassismus bek\u00e4mpfen, Sexismus bek\u00e4mpfen [\u2026] [und die] Gleichstellung aller Menschen auf der Welt\u201c (Interview D: 15.09.2017) werden von einem Interviewpartner herausgestellt.<\/p>\n<h4><strong><a id=\"Fazit\"><\/a>Fazit:<\/strong><\/h4>\n<p>Insgesamt kann man \u00fcber die interviewten Teilnehmenden der Demonstration \u201eGrenzenlose Solidarit\u00e4t statt G20!\u201c sagen, dass sie eine sehr vielseitig interessierte demokratische Gruppierung darstellen und genau so differenziert die Themen ihres Protests artikulieren. W\u00e4hrend sich Demonstrationen regul\u00e4r auf ein bestimmtes Thema beziehen, ist es hier gerade die Kombination der Motive, die dieses Protestereignis und seine Teilnehmenden so einzigartig macht.<\/p>\n<p>Basis daf\u00fcr ist die Unzufriedenheit der Demonstrierenden mit den momentanen globalen Zust\u00e4nden, die sich auf viele Bereiche erstreckt, ob es nun Kriege in Syrien oder im Irak sind, die Ausbeutung von Entwicklungsl\u00e4ndern, ein aus Sicht der Demonstrierenden falscher Umgang und eine falsche Auseinandersetzung mit der sogenannten \u201eFl\u00fcchtlingskrise\u201c, zunehmende nationalistische und rassistische Tendenzen, ein zu gro\u00dfer Fokus auf wirtschaftliche Belange sowie Waffenexporte in Krisengebiete oder mangelhafter Einsatz f\u00fcr den Klimaschutz. Die Demonstrierenden spalten sich in diejenigen, die nur die momentane Politik der G20 ablehnen und jene, die dem Konzept des G20-Gipfels generell antagonistisch gegen\u00fcberstehen und darin nur eine Politik der Ausgrenzung von Seiten der wirtschaftlich st\u00e4rksten L\u00e4nder auf Kosten des Rests der Welt sehen.<\/p>\n<p>Zum politischen Engagement der Demonstrierenden kann man sagen, dass die Demonstrierenden des 08. Juli 2017 bereits im Vorfeld Demonstrationserfahrung gesammelt haben. So vielseitig wie die Interessenbereiche sind auch die Themen der Demonstrationsereignisse, an denen bereits teilgenommen wurde. Von Anti-TTIP, \u00fcber Anti-Atom, \u00fcber Anti-Rassismus oder Anti-Kohlekraft-Demos, die COP in Paris oder die Klimakonferenz 2015, Bildungsstreiks und Blockupy-Proteste: alle Facetten sind vertreten und all diese Themen trifft man auf der Anti-G20-Demo des 08. Juli 2017 wieder.<\/p>\n<p>Die Demonstrierenden sind gro\u00dfe Bef\u00fcrworterInnen der Demokratie und w\u00fcnschen sich deren Ausbau und mehr B\u00fcrgerbeteiligung. Dieser Wunsch geht insbesondere darauf zur\u00fcck, dass sie sich von der momentan existierenden Aus\u00fcbung der Demokratie und besonders von der Parteipolitik nicht mehr vertreten f\u00fchlen.<\/p>\n<p>Politisch sehen sich die Demonstrierenden im linken Bereich des politischen Spektrums und ordnen sich klar bestimmten Bewegungen, wie der Umweltbewegung oder antinationalistischen Bewegungen, zu.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus setzen sie sich auch h\u00e4ufig \u00fcber die Teilnahme an Protesten hinaus in ihrem Ehrenamt oder Beruf f\u00fcr ihre Ideale ein. Aktionen im Bereich Umweltschutz, Kampf gegen Rassismus und Nationalismus, Hochschulpolitik, konsumkritische Aktionen und besonders Aufkl\u00e4rung und Mobilisierung Anderer lassen sich dort haupts\u00e4chlich finden.<\/p>\n<p>Darauf aufbauend lassen sich bestimmte Handlungsempfehlungen erschlie\u00dfen, die die politische Zukunft unserer Welt positiv beeinflussen k\u00f6nnten. Besonders steht hier ein Ausbau und eine Weiterentwicklung der Demokratie im Vordergrund, die eine gr\u00f6\u00dfere B\u00fcrgerbeteiligung und Mitbestimmung bei politischen Entscheidungen erm\u00f6glichen sollen.<\/p>\n<p>Die Parteien sollten sich bem\u00fchen, die Meinungen und W\u00fcnsche der B\u00fcrger wieder st\u00e4rker wahrzunehmen und einzubeziehen, um der zunehmenden Politikverdrossenheit in der Gesellschaft entgegenzuwirken. Ziel sollte es sein, B\u00fcrger dazu zu bewegen, das Einstehen f\u00fcr ihre Interessen als demokratische Verantwortung zu sehen und Politikverdrossenheit, Desinteresse sowie Wahlenthaltungen vorzubeugen. Nur eine Politik, die n\u00e4her an den B\u00fcrgern ist und deren Anliegen ernst nimmt, kann deren Interessen erfolgreich vertreten und Protestwahlen Vorschub leisten.<\/p>\n<p>Ein weiterer Punkt, welcher kontraproduktiv f\u00fcr die Interessen und auch die Interessenartikulierung zwischen B\u00fcrgerInnen und Politik ist, ist eine weitere Versch\u00e4rfung und\/oder Einschr\u00e4nkung des Demonstrationsrechts in Folge der Debatte \u00fcber die Eskalation in Hamburg. Solche Ma\u00dfnahmen erschweren es, engagierten, kreativen und friedlich demonstrierenden Menschen ihren Beitrag zur politischen Mitbestimmung au\u00dferhalb der Wahlen zu leisten und die Politik auf ihre Meinungen aufmerksam zu machen.<\/p>\n<p>Auf die globale Politik bezogen ist es besonders der Faktor der Solidarit\u00e4t, der vermisst wird und neben wirtschaftlichen Schwerpunkten untergeht. Eine Weltpolitik, in der sich weniger auf die nationalen oder wirtschaftlichen Ziele der einzelnen L\u00e4nder, sondern sich eher auf eine solidarische, soziale, internationale Gemeinschaft mit dem Ziel der globalen Gerechtigkeit, Gleichstellung oder der Erhaltung des Planeten besinne, k\u00f6nnte die Basis f\u00fcr eine Strategie zur Umsetzung der W\u00fcnsche und Ziele der Anti-G20-Demonstrierenden bilden.<\/p>\n<p>Alles in allem kann man sagen, dass sich die Menschen, die am 08. Juli 2017 in Hamburg an der Demonstration \u201eGrenzenlose Solidarit\u00e4t statt G20!\u201c teilgenommen haben, \u00e4hneln. Entgegen der medialen Aufmerksamkeit, die sich haupts\u00e4chlich auf die gewaltt\u00e4tigen Zerst\u00f6rungen und die Debatte \u00fcber Polizei- und Demonstrierendengewalt beschr\u00e4nkte, und die restlichen Protestaktionen vernachl\u00e4ssigte, sollte diese Arbeit den Blick auf die engagierten, \u00a0seri\u00f6sen und friedlichen Proteste von Menschen richten, die nach Hamburg kamen, um ihren pers\u00f6nlichen Beitrag zur politischen Mitbestimmung und Gesellschaftsgestaltung zu leisten.\u00a0 Es handelt sich um Personen, die sowohl sozial als auch politisch unabh\u00e4ngig von den #NoG20-Protesten tagt\u00e4glich aktiv sind. F\u00fcr sie endet der Einsatz f\u00fcr die Gesellschaft nicht am 08. Juli 2017 mit dem Ende des G20-Gipfels, mit dem auch der mediale Blick sowie die Aufmerksamkeit der \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr Missst\u00e4nde in der aktuellen Weltpolitik wieder schwindet. Sie f\u00fchren ihren Einsatz \u201ef\u00fcr eine bessere Welt\u201c (Interview D: 15.09.2017) in ihrem Alltag fort, ob es sich nun um weiteres politisches Engagement wie zum Beispiel Demonstrationen handelt, ehrenamtliches zivilgesellschaftliches Engagement oder ob sie einem Beruf nachgehen, welcher gesellschaftlich und sozial ausgerichtet ist.<\/p>\n<h3><strong>Ein Beitrag von Beatrice Oster\u00a0<\/strong><\/h3>\n<h4><strong>Literaturverzeichnis<\/strong><\/h4>\n<p><strong>B\u00fcndnis \u201eGrenzenlose Solidarit\u00e4t statt G20\u201c<\/strong> (2017): Pressemitteilung: 76.000 demonstrieren in Hamburg f\u00fcr globale Gerechtigkeit und grenzenlose Solidarit\u00e4t [online] <a href=\"http:\/\/g20-demo.de\/de\/2017\/07\/09\/76-000-demonstrieren-in-hamburg-fuer-globale-gerechtigkeit-und-grenzenlose-solidaritaet\/\">http:\/\/g20-demo.de\/de\/2017\/07\/09\/76-000-demonstrieren-in-hamburg-fuer-globale-gerechtigkeit-und-grenzenlose-solidaritaet\/<\/a> [zuletzt aufgerufen am 04.01.2018]<\/p>\n<p><strong>Daphi, Priska<\/strong> et. al. (2014): <em>Occupy Frieden. Eine Befragung von Teilnehmer\/innen der \u201cMontagsmahnwachen f\u00fcr den Frieden\u201d <\/em>ipb working papers. Verein f\u00fcr Protest- und Bewegungsforschung e.V. (Hrsg.), Berlin [online] <a href=\"https:\/\/protestinstitut.eu\/ipb-working-papers\/\">https:\/\/protestinstitut.eu\/ipb-working-papers\/<\/a> [zuletzt aufgerufen am 17.01.2018] und <a href=\"https:\/\/protestinstitut.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/occupy-frieden_ipb-working-paper_web.pdf\">https:\/\/protestinstitut.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/occupy-frieden_ipb-working-paper_web.pdf<\/a> [zuletzt aufgerufen am 17.01.2018]<\/p>\n<p><strong>Daphi, Priska et. al.<\/strong> (2015a): <em>F\u00fcr Demokratie und gegen die Macht der Konzerne Motive und Merkmale der Teilnehmenden der Demonstration \u201eTTIP &amp; CETA stoppen. F\u00fcr einen gerechten Welthandel!\u201c am 10. Oktober in Berlin<\/em>, ipb working papers. Verein f\u00fcr Protest- und Bewegungsforschung e.V. (Hrsg.) [online] <a href=\"https:\/\/protestinstitut.eu\/ipb-working-papers\/\">https:\/\/protestinstitut.eu\/ipb-working-papers\/<\/a> [zuletzt aufgerufen am 17.01.2018] und <a href=\"https:\/\/www.protestinstitut.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/ipb_bericht-stop-ttip-befragung.pdf\">https:\/\/www.protestinstitut.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/ipb_bericht-stop-ttip-befragung.pdf<\/a> [zuletzt aufgerufen am 17.01.2018]<\/p>\n<p><strong>Daphi, Priska et. al.<\/strong> (2015b): <em>Protestforschung am Limit. Eine soziologische Ann\u00e4herung an Pegida<\/em>, ipb working papers. Verein f\u00fcr Protest- und Bewegungsforschung e.V. (Hrsg.), Berlin [online] <a href=\"https:\/\/protestinstitut.eu\/ipb-working-papers\/\">https:\/\/protestinstitut.eu\/ipb-working-papers\/<\/a> [zuletzt aufgerufen am 17.01.2018] und <a href=\"https:\/\/protestinstitut.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/protestforschung-am-limit_ipb-working-paper_web.pdf\">https:\/\/protestinstitut.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/protestforschung-am-limit_ipb-working-paper_web.pdf<\/a> [zuletzt aufgerufen am 17.01.2018]<\/p>\n<p><strong>Grenzenlose Solidarit\u00e4t statt G20!<\/strong> (o.J.): Aufruf Grenzenlose Solidarit\u00e4t statt G20! [online] <a href=\"http:\/\/g20-demo.de\/de\/aufruf\/\">http:\/\/g20-demo.de\/de\/aufruf\/<\/a> [zuletzt aufgerufen am 04.01.2018]<\/p>\n<p><strong>Haunss, Sebastian et al. <\/strong>(2017): <em>#NoG20 Ergebnisse der Befragung von Demonstrierenden und der Beobachtung des Polizeieinsatzes<\/em>, ipb working papers. Verein f\u00fcr Protest- und Bewegungsforschung e.V. (Hrsg.), Berlin [online] <a href=\"https:\/\/protestinstitut.eu\/ipb-working-papers\/\">https:\/\/protestinstitut.eu\/ipb-working-papers\/<\/a> [zuletzt aufgerufen am 03.01.2018] und <a href=\"https:\/\/protestinstitut.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/NoG20_ipb-working-paper.pdf\">https:\/\/protestinstitut.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/NoG20_ipb-working-paper.pdf<\/a> [zuletzt aufgerufen am 03.01.2018]<\/p>\n<p><strong>Institut f\u00fcr Protest- und Bewegungsforschung <\/strong>(o.J.a): \u00dcber das Institut [online] <a href=\"https:\/\/protestinstitut.eu\/uber-das-institut\/\">https:\/\/protestinstitut.eu\/uber-das-institut\/<\/a> [zuletzt aufgerufen am 17.01.2018]<\/p>\n<p><strong>Institut f\u00fcr Protest- und Bewegungsforschung <\/strong>(o.J.b): ipb working papers [online] <a href=\"https:\/\/protestinstitut.eu\/ipb-working-papers\/\">https:\/\/protestinstitut.eu\/ipb-working-papers\/<\/a> [zuletzt aufgerufen am 17.01.2018]<\/p>\n<p><strong>Knopp, Philipp; M\u00fcller-Sp\u00e4th, Frederike<\/strong> (2017): <em>Protestereignisse und Video\u00fcberwachung. Eine ethnographische Studie<\/em>, ipb working papers. Verein f\u00fcr Protest- und Bewegungsforschung e.V. (Hrsg.), Berlin [online] <a href=\"https:\/\/protestinstitut.eu\/ipb-working-papers\/\">https:\/\/protestinstitut.eu\/ipb-working-papers\/<\/a> [zuletzt aufgerufen am 17.01.2018] und <a href=\"https:\/\/protestinstitut.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Protestereignisse-und-Video%C3%BCberwachung_web.pdf\">https:\/\/protestinstitut.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Protestereignisse-und-Video%C3%BCberwachung_web.pdf<\/a> [zuletzt aufgerufen am 17.01.2018]<\/p>\n<p><strong>Neidhardt, Friedhelm; Rucht, Dieter<\/strong> (2001): Protestgeschichte der Bundesrepublik Deutschland 1950-1994: Ergebnisse, Themen Akteure, in: Dieter Rucht (Hrsg.) <em>Protest in der Bundesrepublik \u2013 Strukturen und Entwicklungen, <\/em>Frankfurt\/Main: Campus Verlag GMBH, S. 27-70<\/p>\n<p><strong>\u00d6zt\u00fcrk, Asiye<\/strong> (2012): Editorial, in: <em>Protest und Beteiligung, APUZ 25-26\/2012<\/em>, Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung (Hrsg.) [online] <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/apuz\/138273\/editorial\">http:\/\/www.bpb.de\/apuz\/138273\/editorial<\/a> [zuletzt aufgerufen am 04.01.2018]<\/p>\n<p><strong>Rucht, Dieter<\/strong> (2001): Protest und Protestereignisanalyse: Einleitende Bemerkungen, in: Dieter Rucht (Hrsg.), <em>Protest in der Bundesrepublik \u2013 Strukturen und Entwicklungen<\/em>, Frankfurt\/Main: Campus Verlag GMBH, S. 7-27<\/p>\n<p><strong>Teune, Simon et. al. <\/strong>(2017): <em>Zwischen Emphase und Aversion. Gro\u00dfdemonstrationen in der Medienberichterstattung<\/em>, ipb working papers. Verein f\u00fcr Protest- und Bewegungsforschung e.V. (Hrsg.), Berlin [online] <a href=\"https:\/\/protestinstitut.eu\/ipb-working-papers\/\">https:\/\/protestinstitut.eu\/ipb-working-papers\/<\/a> [zuletzt aufgerufen am 17.01.2018] und <a href=\"https:\/\/protestinstitut.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/ipb-working-paper-Grossdemonstrationen-in-den-Medien_web.pdf\">https:\/\/protestinstitut.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/ipb-working-paper-Grossdemonstrationen-in-den-Medien_web.pdf<\/a> [zuletzt aufgerufen am 17.01.2018]<\/p>\n<p><strong>Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung<\/strong> (o.J.): <em>PRODAT &#8211; Dokumentation und Analyse von Protestereignissen in der Bundesrepublik <\/em>[online]\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wzb.eu\/de\/forschung\/beendete-forschungsprogramme\/zivilgesellschaft-und-politische-mobilisierung\/projekte\/prodat-dokument\">https:\/\/www.wzb.eu\/de\/forschung\/beendete-forschungsprogramme\/zivilgesellschaft-und-politische-mobilisierung\/projekte\/prodat-dokument<\/a> [zuletzt aufgerufen am 17.01.2018]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 7. und 8. 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