{"id":107,"date":"2017-01-26T18:22:16","date_gmt":"2017-01-26T17:22:16","guid":{"rendered":"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/?p=107"},"modified":"2017-03-01T13:38:24","modified_gmt":"2017-03-01T12:38:24","slug":"den-arbeitsmarktzugang-fuer-gefluechtete-frauen-ermoeglichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/?p=107","title":{"rendered":"Den Arbeitsmarktzugang f\u00fcr gefl\u00fcchtete Frauen erm\u00f6glichen!"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Herausforderungen beim Arbeitsmarktzugang von gefl\u00fcchteten Frauen<\/strong><\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Bild.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-108\" src=\"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Bild-300x214.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Bild-300x214.jpg 300w, https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Bild-768x548.jpg 768w, https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Bild-624x445.jpg 624w, https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Bild.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u201eWir schaffen das\u201c ist die Positionierung von Deutschland angesichts des gr\u00f6\u00dften Fl\u00fcchtlingsstroms seit dem Ende des zweiten Weltkrieges aufgrund der Massenunruhen und Instabilit\u00e4t im Nahen Osten und Afrika (Zeit Online 2015).\u00a0 Die Hilfsbereitschaft der B\u00fcrger hat der Bundeskanzlerin, Angela Merkel, den Mut und die Hoffnung gegeben, ihre Position angesichts des Fl\u00fcchtlingsstroms beizubehalten. Die Fl\u00fcchtlingszuwanderung nach Deutschland wird kaum in Bezug auf Frauen thematisiert, obwohl im Jahr 2014 und 2015 rund ein Drittel der Asylantragstellenden Frauen waren (Fl\u00fcchtlingsforschung 2016). \u00a0Besonders im Bereich der Arbeitsmarktintegration\u00a0werden die Frauen vernachl\u00e4ssigt, obwohl eine Besch\u00e4ftigung eine wichtige Grundvoraussetzung f\u00fcr eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und f\u00fcr soziale Anerkennung darstellt (Eu\u00dfner et al. 2016: 2). Au\u00dferdem bringt eine Besch\u00e4ftigung bessere Zukunftsperspektiven mit sich und kann auch bei der Bew\u00e4ltigung der m\u00f6glicherweise existierenden Belastungen der Flucht helfen (Eu\u00dfner et al. 2016: 2). Der Leitsatz von Angela Merkel \u201eWir schaffen das\u201c bzw. Integration bleibt ohne die Inklusion der gefl\u00fcchteten Frauen unrealistisch, weil die Frauen in der Familie eine wichtige Rolle spielen und oft die Erzieherinnen der Kinder, der \u201eErwachsenen unserer Zukunft\u201c sind. Dar\u00fcber hinaus d\u00fcrfen von Politikern und Politikerinnen die in der Vergangenheit gemachten Fehler, sich nur auf die Arbeitsmarktintegration von m\u00e4nnlichen Zuwanderern (zu den Herausforderungen der Arbeitsmarktintegration im Allgemeinen vgl. <a href=\"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/?p=129\">Arbeitsmarktintegration von Gefl\u00fcchteten<\/a>)\u00a0zu konzentrieren, sodass die gesamtgesellschaftliche Integration der Frauen nicht erm\u00f6glicht wurde, nicht wiederholt werden (Meissner 2015: 21).<!--more--><\/p>\n<p>In einer Befragung des BAMF geben 85% der gefl\u00fcchteten Frauen an, \u201esicher\u201c oder \u201ewahrscheinlich\u201c erwerbst\u00e4tig sein zu wollen (BAMF Kurzanalyse 2016: 10). Daher geht man davon aus, dass gefl\u00fcchtete Frauen eine \u00e4hnlich hohe Teilhabemotivation wie M\u00e4nner haben. Auch in einem Interview mit einer gefl\u00fcchteten Frau zeigt sich, dass die befragte Frau erwerbst\u00e4tig sein m\u00f6chte, um aus einem Gef\u00fchl der Dankbarkeit heraus der Gesellschaft in Form einer Erwerbst\u00e4tigkeit etwas zur\u00fcckzugeben (Interview Bochum 16.10.2016: mit einer gefl\u00fcchteten Frau). Vor diesem Hintergrund werden in diesem Beitrag die Herausforderungen der gefl\u00fcchteten Frauen bei der Arbeitsmarktintegration und die Wahrnehmung der Engagierten zur Erm\u00f6glichung der Arbeitsmarktintegration f\u00fcr gefl\u00fcchtete Frauen thematisiert. Dabei wird der Fokus auf die Betreuung der Frauen gelegt, welche eine wichtige Rolle beim Arbeitsmarktzugang der Frauen spielt, weil vor allem die Frauen oft zu wenig \u00fcber ihre Zugangsm\u00f6glichkeiten zum Arbeitsmarkt wissen. Im Licht der Erkenntnisse der Interviews mit Engagierten und Gefl\u00fcchteten in NRW wird im ersten Abschnitt <a href=\"#Sicht\">das Thema aus der Sicht der gefl\u00fcchteten Frauen beleuchtet<\/a>, zum Beispiel aus welchem Grund sie arbeiten m\u00f6chten, und was sie daran hindert bzw. welche Probleme sie sehen. Darauf aufbauend werden im zweiten und dritten Abschnitt zwei Herausforderungen beim Arbeitsmarktzugang der gefl\u00fcchteten Frauen n\u00e4mlich <a href=\"#Betreuung\">Betreuung <\/a>und <a href=\"#Bildung\">geringere Qualifikationen<\/a> derselben erl\u00e4utert. Dann wird im letzten Abschnitt <a href=\"#Engagierte\">aus der Sicht der Engagierten auf die Herausforderungen beim Arbeitsmarktzugang der gefl\u00fcchteten Frauen<\/a> eingegangen. Im Anschluss an den jeweiligen Abschnitt werden relevante Handlungsempfehlungen zur Erm\u00f6glichung oder Erleichterung der Arbeitsmarktintegration von gefl\u00fcchteten Frauen zur Sprache gebracht. Ein Fazit und ein kurzer Ausblick auf das Thema runden den Beitrag ab.<\/p>\n<p><strong><a id=\"Sicht\"><\/a>Wie sieht der Arbeitsmarktzugang aus Sicht der gefl\u00fcchteten Frauen aus?<\/strong><\/p>\n<p>Wie bereits in der Einleitung erl\u00e4utert, ist der Arbeitsmarktzugang f\u00fcr Frauen sehr wichtig, steht jedoch vor besonderen Herausforderungen. Die gefl\u00fcchteten Frauen werden nicht die gleichen Chancen wie den M\u00e4nnern beim Arbeitsmarktzugang erm\u00f6glicht. Um das zu schaffen, m\u00fcssen erst bestimmte Bedingungen f\u00fcr gefl\u00fcchtete Frauen unter Ber\u00fccksichtigung geschlechterspezifischer Besonderheiten erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n<p>In einem Interview berichtet eine gefl\u00fcchtete Frau \u00fcber ihre Hindernisse zum Arbeitsmarkt.<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eIch m\u00f6chte hier arbeiten oder eine Ausbildung machen aber es ist wegen meiner Kinder nicht m\u00f6glich. Mein Mann arbeitet schon aber ich m\u00f6chte auch arbeiten. Ich kann meine Kinder nicht alleine zu Hause lassen und meine Mutter ist nicht in Deutschland, sodass ich die Kinder bei ihr unterbringen kann. Ich kenne viele Fl\u00fcchtlingsfrauen in Deutschland, die gerne arbeiten m\u00f6chten, wenn es f\u00fcr sie m\u00f6glich w\u00e4re. Aber leider wissen wir nicht, wie wir zum Arbeitsmarkt kommen k\u00f6nnen, weil wir die Sprache nicht beherrschen und uns die Informationen fehlen.\u201c<\/em> (Interview Bochum 16.10.2016: eine gefl\u00fcchtete Frau).<\/p><\/blockquote>\n<p>Von der Befragten werden zwei auff\u00e4llige Herausforderungen betont n\u00e4mlich Kinderbetreuung und Beratung \u00fcber die M\u00f6glichkeiten zum Arbeitsmarktzugang f\u00fcr gefl\u00fcchtete Frauen. Sie beinhalten f\u00fcr sie M\u00f6glichkeiten zur Integration in den Arbeitsmarkt. Aufgrund der mangelnden Kinderbetreuung wird den Frauen oft der Arbeitsmarktzugang erschwert oder sogar verschlossen. \u00a0Nach Angaben des Bundesamts f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge sind Frauen oft durch die Kinderbetreuung gebunden und ihre Situation wird durch die kulturspezifische Arbeitsteilung zwischen M\u00e4nner und Frauen verschlechtert (BAMF Kurzanalyse 2016: 6). Die gefl\u00fcchteten M\u00e4nner tragen kaum zur Kinderbetreuung bei, deswegen steigen diese, im Vergleich zu den Frauen, relativ schnell in das Arbeitsleben ein. F\u00fcr verheiratete Frauen mit Kindern ist es hingegen fast ausgeschlossen, sich auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren (Aum\u00fcller 2015: 45). Deshalb sollen die gefl\u00fcchteten Frauen entsprechende Unterst\u00fctzung bei der Kinderbetreuung zur Verf\u00fcgung gestellt werden, damit \u00fcberhaupt ein Arbeitsmarktzugang f\u00fcr die gefl\u00fcchteten Frauen vorstellbar ist. Im Anschluss daran sollte sich um eine r\u00e4umliche N\u00e4he von Kinderbetreuungsangeboten bem\u00fcht werden, insbesondere, wenn es sich um M\u00fctter minderj\u00e4hriger Kinder handelt (Landesfrauenrat Baden-W\u00fcrttemberg 2015: 4).<\/p>\n<p><strong><a id=\"Bildung\"><\/a>Gefl\u00fcchtete Frauen haben geringere Bildungsqualifikationen als M\u00e4nner<\/strong><\/p>\n<p>Noch eine andere Herausforderung, mit denen die gefl\u00fcchteten Frauen zu k\u00e4mpfen haben ist, dass sie geringere Bildungsqualifikationen als gefl\u00fcchtete M\u00e4nner haben (BAMF Kurzanalyse 2016: 6). Gesamtgesellschaftlicher Wohlstand wird von der Besch\u00e4ftigung der Gefl\u00fcchteten stark beeinflusst. Durch eine gelungene Arbeitsmarktintegration gefl\u00fcchteter Frauen k\u00f6nnte mittel- und langfristig die Arbeitslosigkeit aller Gefl\u00fcchteten zur\u00fcckgehen. Nach Einsch\u00e4tzung des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW) werden die positiven gesamt\u00f6konomischen Effekte der Fl\u00fcchtlingszuwanderung nach drei Jahren sp\u00fcrbar. Der Arbeitsmarktzugang der gefl\u00fcchteten Frauen erm\u00f6glicht nicht nur den Frauen eine gesellschaftliche Teilhabe, sondern ist auch von wirtschaftlicher Bedeutung (Aum\u00fcller 2015: 2). Geringerer Bildungsqualifikationen der gefl\u00fcchteten Frauen k\u00f6nnen nach der Kompetenzfeststellung durch Teilqualifizierungen und praktische Qualifikationen kompensiert werden. Bei der Kompetenzfeststellung ist es wichtig zu betonen, dass auch informell erworbene Qualifizierungen der gefl\u00fcchteten Frauen erfasst werden sollen, weil in vielen Herkunftsl\u00e4ndern fachliche Kompetenzen informell erlernt werden (Bundesagentur f\u00fcr Arbeit et al. 2016: 36). Zum Beispiel werden Qualifikationen in den Herkunftsl\u00e4ndern durch die Mitarbeit im Betrieb erworben, ohne dass diese T\u00e4tigkeit mit einem Zertifikat best\u00e4tigt wird. Daher besteht die Schwierigkeit bei der Kompetenzfeststellung informell erworbener Kompetenzen darin, dass die Entwicklung eines geeigneten Testverfahrens und einer geeigneten Zertifizierung der vorhandenen Kompetenzen gew\u00e4hrleistet werden muss. Um f\u00fcr die Gefl\u00fcchteten aus verschiedenen Herkunftsl\u00e4ndern allgemein anerkannte Ergebnisse zu liefern, sollten die Testverfahren m\u00f6glichst vergleichbar sein. Zugleich muss die Profilierung der gefl\u00fcchteten Frauen sprachunabh\u00e4ngig sein, um bereits in Unterk\u00fcnften diese Testverfahren einsetzen zu k\u00f6nnen. Dadurch wird ein schnelles Verfahren erm\u00f6glicht, welches f\u00fcr die Arbeitsmotivation gefl\u00fcchteter Frauen von ausschlaggebender Bedeutung ist (Aum\u00fcller, 2015: 38).<\/p>\n<p><strong><a id=\"Betreuung\"><\/a>Beratung \u00fcber die M\u00f6glichkeiten des Arbeitsmarktzugangs<\/strong><\/p>\n<p>Die dritte Herausforderung ist, dass die gefl\u00fcchteten Frauen nicht effektiv betreut bzw. beraten werden oder den Weg in die Betreuung alleine nicht finden. Dar\u00fcber hinaus sind viele gefl\u00fcchtete Frauen famili\u00e4r eingebunden und k\u00f6nnen den Weg zum Arbeitsmarkt nicht so schnell wie die M\u00e4nner finden (Pothmer 2016). Die Beratung f\u00fcr den Arbeitsmarkt spielt eine wichtige Rolle, da von den meisten gefl\u00fcchteten Frauen die Informationen \u00fcber die zur Verf\u00fcgung gestellten Angebote fehlen (Interview Bochum 16.10.2016: eine gefl\u00fcchtete Frau). Frauen, die gerne arbeiten m\u00f6chten, sollten gef\u00f6rdert werden, aber man soll die frauenspezifischen Schwierigkeiten nicht aus den Augen verlieren, sondern bei der Gestaltung von Arbeitsmarktangeboten frauenspezifische L\u00fccken identifizieren und erg\u00e4nzende Ma\u00dfnahmen (Kinderbetreuung etc.) auf die Beine stellen (Eu\u00dfner et al. 2016: 4). In erster Linie sollte eine professionelle berufliche Beratung f\u00fcr gefl\u00fcchtete Frauen angeboten werden, weil sie in einem fremden Land erst Informationen \u00fcber ihre M\u00f6glichkeiten bekommen sollten. Bereits in den Unterk\u00fcnften mit mobiler Beratung sollte direkt mit Frauen gesprochen werden, damit man die Kompetenzen der Frauen feststellen kann und fr\u00fchzeitig eine m\u00f6gliche Perspektive f\u00fcr die Frauen schafft (Gr\u00fcne Bundestag 2016). Dadurch wird eine schnelle Orientierung im gesellschaftlichen Leben erm\u00f6glicht und den gefl\u00fcchteten Frauen einen erfolgreichen Einstieg zum Arbeitsmarkt erm\u00f6glicht. An dieser Stelle ist besonders zu betonen, dass die Angebote mehrsprachig aufkl\u00e4ren sollten. Dabei darf nicht vergessen werden, dass Sprachkenntnisse eines der wesentlichen Elemente f\u00fcr den Arbeitsmarktzugang darstellen. Mit der Sprachf\u00f6rderung der gefl\u00fcchteten Frauen sollte m\u00f6glichst bereits in den Unterk\u00fcnften begonnen werden, damit die Lernmotivation hoch bleibt. Women in Exil betont, dass die verlorene Zeit in Unterk\u00fcnften eine Demotivierung der Frauen verursache. Mit einer fr\u00fchen Sprachf\u00f6rderung k\u00f6nnten sich Frauen eine Perspektive schaffen, um in Deutschland eine Existenz aufbauen zu k\u00f6nnen. (Feminismus im Pott 2014). Deshalb spielt eine fr\u00fchzeitig geplante Sprachf\u00f6rderung eine wichtige Rolle. Zudem k\u00f6nnen Beruf- und Sprachf\u00f6rderung durch berufsbezogene Sprachkurse verkn\u00fcpft werden. Das wird f\u00fcr Personen, die m\u00f6glichst schnell ins Berufsleben einsteigen wollen, als eine zeitsparende Option angef\u00fchrt (Aum\u00fcller, 2015: 18). Auch hierf\u00fcr brauchen die Frauen oft eine Kinderbetreuung, um diverse Kurse besuchen zu k\u00f6nnen (Eu\u00dfner et al. 2016: 5).<\/p>\n<p><strong><a id=\"Engagierte\"><\/a>Die Herausforderungen beim Arbeitsmarktzugang der gefl\u00fcchteten Frauen aus der Sicht der Engagierten<\/strong><\/p>\n<p>Betreuung ist ein Baustein der Arbeitsmarktintegration und die damit verbundene Inklusion der Gefl\u00fcchteten wird oft durch Engagierte im gefl\u00fcchteten Bereich betreut. Nach Angaben der interviewten Engagierten gibt es angesichts der Frage \u201eWelche Herausforderungen gibt es im Bereich der Betreuung?\u201c Schwierigkeiten mit denen die Ehrenamtlichen selbst zu k\u00e4mpfen haben:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eDie nicht verg\u00fctete Zeit (im Ehrenamt) ist die Herausforderung. Wenn die Zeit verg\u00fctet werden w\u00fcrde, k\u00f6nnte ich andere Dinge weniger machen. Mein Problem ist, dass ich immer wieder zur\u00fcck muss. Jetzt muss ich f\u00fcr mich mal Geld verdienen\u201c <\/em>(Interview Bochum 05.10.2016: Engagierte im gefl\u00fcchteten Bereich).<\/p>\n<p><em>\u201eAls Herausforderung gibt es Sprachhindernisse. Die Familien erz\u00e4hlen all ihre Probleme. Aber haben wegen der Sprachhindernisse Probleme, ihre Gedanken zu erz\u00e4hlen. Die Frauen und die Kinder haben mehr Probleme in der Familie. Es fehlt eine Organisation, die sich speziell mit den Problemen der gefl\u00fcchteten Frauen auseinandersetzt. Als Ehrenamtlicher kann ich diese Probleme nicht l\u00f6sen. Die Frauen brauchen professionelle Betreuung.\u201c <\/em>(Interview Bochum 19.10.2016: Engagierte im gefl\u00fcchteten Bereich).<\/p><\/blockquote>\n<p>Ausgehend von den Zitaten l\u00e4sst sich auf drei Herausforderungen bei der Betreuung schlie\u00dfen: Zeit, Sprachbarriere und fehlende Kenntnisse im Bereich der Arbeitsmarktintegration. Aus diesen Gr\u00fcnden k\u00f6nnen die Engagierten die Probleme der Frauen z. B bei dem Arbeitsmarktzugang nicht alleine l\u00f6sen, weil ihre Handlungsr\u00e4ume begrenzt sind. Daher sollten hauptamtliche Kr\u00e4fte bzw. Arbeitsagentur, Jobcenter und andere relevante Tr\u00e4ger gefl\u00fcchtete Frauen durch eine professionelle Betreuung an den Arbeitsmarkt heranf\u00fchren.<\/p>\n<p>Wie Ulrike Krause in ihrem Beitrag bemerkt, sind Gefl\u00fcchtete keine Gegenst\u00e4nde, sondern Subjekte, die Wissen, Ideen und F\u00e4higkeiten haben, um sich engagieren zu k\u00f6nnen (Krause 2015). Gefl\u00fcchtete Frauen k\u00f6nnen selbst einen wertvollen Beitrag leisten, wenn man die gefl\u00fcchteten Frauen und generell Gefl\u00fcchtete als ein Bestandteil der Projekte einbezieht. Ein Engagierter hat dazu berichtet:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eGanz klar, die Gefl\u00fcchteten deutlich mehr einzubeziehen. Immer wieder stelle ich das fest, dass es ein Gremium in Bochum gibt, die irgendwelche Planung \u00fcber Fl\u00fcchtlinge machen, ohne dabei wirklich die Gefl\u00fcchteten zu fragen, ob sie Interesse daran haben. Es ist nicht \u00fcber H\u00f6flichkeit, es zu fragen, sondern meines Erachtens auch f\u00fcr den Erfolg der Projekte. Die Projekte sind erfolgreicher, wenn die Gefl\u00fcchteten selbst eben Bestandteil der Projekte sind. Wir informieren sie, damit sie selber auch wieder bisschen Verantwortung f\u00fcr ihre Landsleute entwickeln k\u00f6nnen, um diese Informationen auch weiterzutragen und um selbst eine Hilfestelle sein zu k\u00f6nnen. Unsere Gefl\u00fcchteten stimmen das zu.\u201c <\/em>(Interview Bochum 05.10.2016: Engagierte im gefl\u00fcchteten Bereich).<\/p><\/blockquote>\n<p>Durch die F\u00f6rderung des Selbstengagements der gefl\u00fcchteten Frauen k\u00f6nnen diese anderen Frauen mit ihrem Wissen und Kompetenzen Hilfestellungen geben und sich zu einem Vorbild entwickeln (vgl.<a href=\"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/?p=110\"> zur Bedeutung des Engagegements von Personen mit Migrations- bzw. Fluchthintergrund<\/a>). Einerseits k\u00f6nnen gefl\u00fcchtete Frauen so statt einer passiven nehmenden Rolle eine aktive gebende Rolle einnehmen und durch das Engagement ihr Netzwerk erweitern, welche bei der Arbeitssuche einen wertvollen Beitrag leisten kann (Frauen k\u00e4mpfen f\u00fcr Frauen 2016). Andererseits erm\u00f6glicht ein Engagement der Gefl\u00fcchteten selbst, das eventuell vorhandene Bed\u00fcrfnis zu erf\u00fcllen \u201eaus Dankbarkeit etwas zur\u00fcckgeben zu wollen, was sie an Unterst\u00fctzung bekommen haben\u201c (Interview Bochum 16.10.2016: eine gefl\u00fcchtete Frau). Frauen, die sich engagieren oder arbeiten m\u00f6chten, das zu erm\u00f6glichen, f\u00f6rdert zudem die Verankerung der Gleichberechtigung von Frauen und M\u00e4nnern in Deutschland sowohl f\u00fcr die Gegenwart als auch f\u00fcr die Zukunft (Meissner 2015: 21).<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Die frauenspezifischen Benachteiligungen auszugleichen und eine gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsmarkt zu gestatten, ist zwar keine leichte Aufgabe, aber durch einen koordinierten und zusammenh\u00e4ngenden Prozess ist es zu erreichen. Beratung, Kompetenzfeststellung, Kinderbetreuung und schlie\u00dflich Spracherwerb sollten miteinander sinnvoll verkn\u00fcpft werden, damit Zeitverluste vermieden werden und Frauen, die arbeiten wollen, m\u00f6glichst schnell arbeiten k\u00f6nnen. F\u00fcr die Verwirklichung dieses Prozesses sollten verschiedene Tr\u00e4ger in der Fl\u00fcchtlingsarbeit auf kommunaler Ebene, n\u00e4mlich Arbeitsagentur, Jobcenter, Fl\u00fcchtlingsorganisationen und andere relevante Akteure vor Ort, zusammenarbeiten. Nur die Bem\u00fchungen der ehrenamtlichen Fl\u00fcchtlingsorganisationen werden f\u00fcr die Arbeitsmarktintegration bzw. gesellschaftliche Integration der gefl\u00fcchteten Frauen nicht reichen, weil den Engagierten die finanziellen Mittel, die Zeit und die entsprechenden Kenntnisse fehlen. Au\u00dferdem soll mit gefl\u00fcchteten Frauen, wie in dem Interview von einem Engagierten betont wurde, professionell umgegangen werden. Das hei\u00dft, die gefl\u00fcchteten Frauen sollen von professionellen Arbeitskr\u00e4ften betreut werden. Das scheint vor allem deswegen n\u00f6tig, da einem Interviewpartner zufolge die gefl\u00fcchteten Frauen in der Familie mehr Probleme haben und durch die Flucht entstehende Belastungen tragen (Interview Bochum 19.10.2016: Engagierte im gefl\u00fcchteten Bereich). Man darf in diesem Text nicht unerw\u00e4hnt lassen, dass die Gefl\u00fcchteten die zuk\u00fcnftigen B\u00fcrgerinnen Deutschlands sein k\u00f6nnten. Dar\u00fcber hinaus soll Deutschland als Aufnahmeland den Erzieherinnen der Kinder, den \u201eErwachsenen unserer Zukunft\u201c besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen, damit die gesamtgesellschaftliche Integration gelingt. Zum Schluss l\u00e4sst sich feststellen, dass sich die Bem\u00fchungen mittel und langfristig lohnen werden.<\/p>\n<h3><strong>Ein Beitrag von Berivan Songur<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Quellenangaben<\/strong><\/p>\n<p>Altmann, Gerd: Frauenpower (Das Bild in diesem Text), 2014, unter: <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/f%C3%BChrungskraft-gesch%C3%A4ftsfrau-461653\/\">https:\/\/pixabay.com\/de\/f%C3%BChrungskraft-gesch%C3%A4ftsfrau-461653\/<\/a>, [zuletzt abgerufen am 27.01.2017].<\/p>\n<p>Aum\u00fcller, Dr. Jutta: Arbeitsmarktintegration von Fl\u00fcchtlingen: Bestehende Praxisans\u00e4tze und weiterf\u00fchrende Empfehlungen, 2015, S.2, unter: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/fileadmin\/files\/Projekte\/28_Einwanderung_und_Vielfalt\/Studie_IB_Arbeitsmarktintegration_Fluechtlinge_2016.pdf\">http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/fileadmin\/files\/Projekte\/28_Einwanderung_und_Vielfalt\/Studie_IB_Arbeitsmarktintegration_Fluechtlinge_2016.pdf<\/a>, [zuletzt abgerufen am 08.01.2017].<\/p>\n<p>BAMF Kurzanalyse: Flucht, Ankunft in Deutschland und erste Schritte der Integration, 2016, Seite 10, 6, unter: <a href=\"https:\/\/www.bamf.de\/SharedDocs\/Anlagen\/DE\/Publikationen\/Kurzanalysen\/kurzanalyse5_iab-bamf-soep-befragung-gefluechtete.pdf?__blob=publicationFile\">https:\/\/www.bamf.de\/SharedDocs\/Anlagen\/DE\/Publikationen\/Kurzanalysen\/kurzanalyse5_iab-bamf-soep-befragung-gefluechtete.pdf?__blob=publicationFile<\/a>, [zuletzt abgerufen am 08.01.2017].<\/p>\n<p>Bundesagentur f\u00fcr Arbeit; Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb\u00e4nde; Bundesverband der Deutschen Industrie: Herausforderungen gemeinsam schultern, 2016, S. 36, unter: <a href=\"http:\/\/www.arbeitgeber.de\/www\/arbeitgeber.nsf\/res\/B5F30E8D5DD70E14C1257FC400377DE1\/$file\/Multiplikatorenbroschuere.pdf\">http:\/\/www.arbeitgeber.de\/www\/arbeitgeber.nsf\/res\/B5F30E8D5DD70E14C1257FC400377DE1\/$file\/Multiplikatorenbroschuere.pdf<\/a>, [zuletzt abgerufen am 12.01.2017].<\/p>\n<p>Eu\u00dfner, Annika; Mayer, Matthias; Walther, Claudia und Bertelsmann Stiftung: Arbeitsmarktintegration von Fl\u00fcchtlingen: Wieso sie wichtig ist und wie sie gelingen kann, 2016, S.2, 4, 5, unter: <a href=\"https:\/\/www.wegweiserkommune.de\/documents\/10184\/28794\/Arbeitsmarktintegration+von+Fl%C3%BCchtlingen\/0cb7e541-540c-489e-8c99-3b5ac2eb815d\">https:\/\/www.wegweiserkommune.de\/documents\/10184\/28794\/Arbeitsmarktintegration+von+Fl%C3%BCchtlingen\/0cb7e541-540c-489e-8c99-3b5ac2eb815d<\/a>, [zuletzt abgerufen am 12.01.2017].<\/p>\n<p>Feminismus im Pott: Frau und Fl\u00fcchtling, 2014, unter: <a href=\"http:\/\/feminismus-im-pott.de\/2014\/09\/frau-und-fluchtling\/\">http:\/\/feminismus-im-pott.de\/2014\/09\/frau-und-fluchtling\/<\/a>, [zuletzt abgerufen am 12.01.2017].<\/p>\n<p>Fl\u00fcchtlingsforschung: Gefl\u00fcchtete Frauen in Deutschland \u2013 Integrationsorientierungen und Teilhabechancen des \u201eunsichtbaren\u201c Geschlechts, 2016, unter: <a href=\"http:\/\/fluechtlingsforschung.net\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/4-Panel_Geflu%CC%88chtete_Frauen_BAMF_Forschungszentrum_FII.pdf\">http:\/\/fluechtlingsforschung.net\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/4-Panel_Geflu%CC%88chtete_Frauen_BAMF_Forschungszentrum_FII.pdf<\/a>, [zuletzt abgerufen am 08.01.2017].<\/p>\n<p>Gr\u00fcne Bundestag: Integration gefl\u00fcchteter Frauen in den Arbeitsmarkt, 2016, unter: <a href=\"https:\/\/www.gruene-bundestag.de\/themen\/frauen\/integration-gefluechteter-frauen-in-den-arbeitsmarkt-11-07-2016.html\">https:\/\/www.gruene-bundestag.de\/themen\/frauen\/integration-gefluechteter-frauen-in-den-arbeitsmarkt-11-07-2016.html<\/a>, [zuletzt abgerufen am 08.01.2017].<\/p>\n<p>Krause, Ulrike: Fl\u00fcchtlinge als \u201cGegenstand\u201c in der Feldforschung? 2015, unter: <a href=\"http:\/\/fluechtlingsforschung.net\/fluchtlinge-als-gegenstand-in-der-feldforschung\/\">http:\/\/fluechtlingsforschung.net\/fluchtlinge-als-gegenstand-in-der-feldforschung\/<\/a>, [zuletzt abgerufen am 08.01.2017].<\/p>\n<p>Landesfrauenrat Baden-W\u00fcrttemberg: Beschl\u00fcsse zu Weibliche Fl\u00fcchtlinge in Baden-W\u00fcrttemberg, 2015, S.4, unter: <a href=\"http:\/\/www.lfrbw.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015-dez15-web.pdf\">http:\/\/www.lfrbw.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015-dez15-web.pdf<\/a>, [zuletzt abgerufen am 08.01.2017].<\/p>\n<p>L\u00fccker, Markus: Frauen k\u00e4mpfen f\u00fcr Frauen, 2016, unter: <a href=\"https:\/\/mephisto976.de\/news\/frauen-kaempfen-fuer-frauen-56629\">https:\/\/mephisto976.de\/news\/frauen-kaempfen-fuer-frauen-56629<\/a>, [zuletzt abgerufen am 12.01.2017].<\/p>\n<p>Meissner, Frank: Frauen und Flucht, Stark im Beruf, 2015, S.21, unter: <a href=\"http:\/\/rheinland-pfalz-saarland.dgb.de\/presse\/++co++9a099602-b941-11e5-8b8e-52540023ef1a\">http:\/\/rheinland-pfalz-saarland.dgb.de\/presse\/++co++9a099602-b941-11e5-8b8e-52540023ef1a<\/a>, [zuletzt abgerufen am 08.01.2017].<\/p>\n<p>Pothmer: Fachgespr\u00e4ch: Arbeitsmarktpolitik f\u00fcr gefl\u00fcchtete Frauen, 2016, unter: <a href=\"http:\/\/www.pothmer.de\/arbeitsmarktpolitik\/2016\/072016\/fachgespraech-arbeitsmarktpolitik-fuer-gefluechtete-frauen.html\">http:\/\/www.pothmer.de\/arbeitsmarktpolitik\/2016\/072016\/fachgespraech-arbeitsmarktpolitik-fuer-gefluechtete-frauen.html<\/a>, [zuletzt abgerufen am 12.01.2017].<\/p>\n<p>Songur, Berivan (2016): Pers\u00f6nliches Interview, gef\u00fchrt vom Verfasser. Bochum, 05.10.2016.<\/p>\n<p>Songur, Berivan (2016): Pers\u00f6nliches Interview, gef\u00fchrt vom Verfasser. Bochum, 16.10.2016.<\/p>\n<p>Songur, Berivan (2016): Pers\u00f6nliches Interview, gef\u00fchrt vom Verfasser. Bochum, 19.10.2016.<\/p>\n<p>Zeit Online: Gr\u00f6\u00dfte Fl\u00fcchtlingskatastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg, unter: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-02\/amnesty-bericht-fluechtlinge-syrien-irak-is-boko-haram\">http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-02\/amnesty-bericht-fluechtlinge-syrien-irak-is-boko-haram<\/a>, [zuletzt abgerufen am 08.01.2017].<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herausforderungen beim Arbeitsmarktzugang von gefl\u00fcchteten Frauen \u201eWir schaffen das\u201c ist die Positionierung von Deutschland angesichts des gr\u00f6\u00dften Fl\u00fcchtlingsstroms seit dem Ende des zweiten Weltkrieges aufgrund der Massenunruhen und Instabilit\u00e4t im Nahen Osten und Afrika (Zeit Online 2015).\u00a0 Die Hilfsbereitschaft der B\u00fcrger hat der Bundeskanzlerin, Angela Merkel, den Mut und die Hoffnung gegeben, ihre Position angesichts [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7,14],"tags":[24,25,70,62,44,32],"class_list":["post-107","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arbeitsmarktintegration","category-frauen","tag-arbeitsmarkt","tag-beratung","tag-lernen","tag-netzwerk","tag-sprache","tag-teilhabe"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/107","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=107"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/107\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":271,"href":"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/107\/revisions\/271"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=107"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=107"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/engagementforschung.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=107"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}